Montagetechnik

Transfersystem sorgt in der Vorderachsmontage für Flexibilität

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Die Antriebswellen im Transfersystem TS 5 sind 6-Kant-Wellen aus Messing, die eine schnelle Montage und Demontage ermöglichen, weil sich damit der Formschluss von Welle und Friktionskupplung direkt aus der Konstruktion ergibt. Befestigungen wie Passfedern sind nicht notwendig.

Rollenförderer mit Königswelle ist wartungsfrei, geräuscharm und hat einen hohen Wirkungsgrad

Das Antriebskonzept des Rollenförderers mit Königswelle ist, im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kettenantrieb, wartungsfrei, geräuscharm im Lauf und hat einen hohen Wirkungsgrad. Außerdem kann die Friktion von außen ohne Werkzeug eingestellt werden.

Mit Antriebsmomenten bis 45 Nm sind Fördergeschwindigkeiten von 2 bis 18 m/min möglich. Die Rollen unterhalb des Werkstückträgers bleiben bei Vereinzelung stehen, es kommt nicht zum Verschleiß an der Rolle oder dem Werkstückträger. Darüber hinaus lässt sich dieses System im Vergleich zu einem Rollenketten-Fördersystem auch im zerspanenden Bereich einsetzen.

Transfersystem transportiert Lasten bis 300 kg

Mit dem Transfersystem lassen sich Lasten bis 300 kg über lange Produktionsstrecken transportieren. Die Produkte können sowohl auf Werkstückträgern, mit wählbaren Kantenlängen zwischen 455 und 1240 mm, als auch direkt auf einer durchgängigen Rollenbahn bewegt werden. Das Standardprogramm hält Systembreiten von 455, 650 und 845 mm bereit.

Um die Werkstücke oder die Werkstückträger auszurichten, liefert Rexroth die passenden Positioniereinheiten. Gedämpfte Vereinzeler kommen vor Positioniereinheiten und beispielsweise vor Kurven zum Einsatz.

Kurven oder Weichen benötigen keine zusätzlichen Antriebe

Kurven sind eine weitere Raffinesse des Transfersystems. Abzweigungen sind wahlweise rechts oder links möglich. Der Antrieb muss nicht auf die andere Seite verlegt werden, weil das Förderniveau des Werkstückträgers oberhalb der Antriebskomponenten liegt und die Welle überfahrbar ist. Das Layout lässt sich sehr flexibel gestalten und um weitere Streckenmodule erweitern.

Bei Kurven oder Weichen sind keine zusätzlichen Antriebe notwendig. Dazu unterstützt Rexroth die Anlagenplanung mit der Projektierungssoftware MT-pro, die die Stückliste der enthaltenen Komponenten im TS 5 automatisch generiert.

Im Werk von Škoda Auto nutzte man für die Zusammenstellung der Anlage die Kompatibilität des Transfersystems zum Mechanik-Grundelemente-Baukasten (MGE) und den manuellen Produktionssystemen (MPS) mit Regalsystemen und Arbeitsplätzen von Rexroth. Damit wurden unter anderem das Gehäuse, das den Rücktransport schützt, oder die Winkelprofile, an denen Positionier- und Not-Aus-Schalter befestigt sind, umgesetzt.

Schutzabdeckungen passen modular zu den übrigen Komponenten des Transfersystems

Auf dem Standardsortiment basieren auch die Blechabdeckungen für die Zwischenräume der Rollen, die zum Schutz der Werker im Arbeitsbereich dienen. Die Modularität ergibt sich durch die einheitlichen Schnittstellen der einzelnen Komponenten wie Kupplungen oder Profilverbinder. Die Schnittstellen bieten ferner die Flexibilität, vorgegebene Getriebemotoren einsetzen zu können.

Das Umsetzungsteam war von Anfang an vom Transfersystem überzeugt und weiß die Einfachheit des Systems zu schätzen. Auch ohne professionelle Hilfe könnte man die Fertigungsstrecke um einige Meter erweitern, falls die Achsen modifiziert werden sollten. Aus Sicht der Fertigungsleitung und des Systemintegrators ist es sogar denkbar, weitere Fahrzeugkomponenten, zum Beispiel Motoren oder Getriebe, auf dieser Linie zu fertigen.

Christoph Rieger ist Produktmanager Materialflusssysteme bei der Bosch Rexroth AG, 70442 Stuttgart.

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