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Wie die Beispiele zeigen, scheinen die Einsatzmöglichkeiten flurfreier Förder- und Transportsysteme unbegrenzt zu sein. Entsprechend gut ist auch die Nachfrage am Markt, vor allem hinsichtlich der möglichen Reduzierung von Betriebskosten durch Steigerung des Automatisierungsgrades.
Flurfreie Fördertechnik lohnt sich bei beengen Platzverhältnissen
Grundsätzlich lohnt sich der Einsatz flurfreier Technik überall dort, wo Fläche stark begrenzt und teuer ist, wie zum Beispiel im Produktionsumfeld. Die Bodenbereiche der Förderstrecken bleiben frei passierbar und bieten nicht nur freien Zugang für Personal, Stapler oder Handhubwagen, sondern auch Raum für Kommissionier- und Arbeitsplätze. Zudem sind Elektrohängebahnen oftmals auch noch schneller als Bodenförderer, da sie weniger abhängig von räumlichen Gegebenheiten und sicherheitsrelevanten Einschränkungen betrieben werden können.
Durch signifikante Leistungssteigerungen im Bereich der Steuerungstechnik und da vor allem durch den Übergang von herkömmlichen, speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) zu Soft-SPS sind flurfreie Systeme in den letzten Jahren immer flexibler geworden und lassen sich dadurch problemlos in übergeordnete Prozesse integrieren. Ein Beispiel liefert die Automobilindustrie, in der die meisten Teile an speziell entwickelten Ladungsträgern fast immer synchron zu einem Just-in-Time-Impuls an Arbeitsplätzen bereitgestellt werden müssen.
Flurfreie Fördersysteme gibt es (noch) nicht von der Stange
Zudem wurden sie auch hinsichtlich ihrer Wartungsfreundlichkeit und Fehleranalysemöglichkeiten deutlich verbessert. Und auch die Investitionskosten und Inbetriebnahmezeiten haben sich verringert. Allerdings werden Anlagen mit flurfreien Geräten in den nächsten Jahren keine Lösungen von der Stange sein, meint Andreas Gartemann, Marketingleiter der Westfalia Holding mit Hauptsitz in Borgholzhausen. Zu individuell sind die Anforderungen der Betreiber, die Dirk Josefiak, Vertriebsleiter Fördertechnik bei Eisenmann, zufolge auf hohe Durchsätze ebenso abzielten wie auf geringere Wartungs- und Servicekosten als bei der Bodenfördertechnik.
Oft ist es aber auch ganz einfach das Transportgut, das aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften oder Empfindlichkeit nur hängend transportiert werden kann und daher nach einer EHB verlangt. Sigurd Völker, Geschäftsführer der Dürkopp Fördertechnik GmbH in Bielefeld, nennt als Beispiel die Textilindustrie: „Für Bekleidung sind komplexe Prozesse oft einfacher und kostengünstiger mit flurfreier Technik automatisierbar.“ Zudem sei es einfach schonender, ein Kleidungsstück bevorzugt hängend zu transportieren.
Auch die Regalbedienung kann flurfrei erfolgen
Vom flurfreien Streckentransport zur flurfreien Regalbedienung: Der Aviator kann überall dort eingesetzt werden, wo die Regalkonstruktion für die Installation der Geräte in den oberen Regalebenen tragfähig ist oder gemacht werden kann. Je nach Bedarf kann er einzeln oder zu mehreren Teilen betrieben werden.
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