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Eine Methode besteht darin, bei Verdacht auf Strahlrohrschaden einzelne Brennergruppen im laufenden Ofenbetrieb außer Funktion zu setzen, um anschließend an repräsentativen Messpositionen ein Abfallen des CO2-Gehaltes festzustellen. Aufgrund der trägen Reaktionsgeschwindigkeit großer Ofenvolumina sowie der meist unbekannten Strömungsverhältnisse im Ofenraum führt diese Vorgehensweise jedoch nicht immer zum Erfolg. Extrem erschwert wird die Fehlersuche bei dieser Methode, wenn gleichzeitig mehrere Strahlheizrohre defekt sind. Eine weitere Lecksuchmethode stellt das Abdrücken der Strahlheizrohre dar.
Die genannten Verfahrensweisen kamen bisher erfolgreich zum Einsatz, allerdings sind sie zeit- und kostenintensiv sowie nicht automatisierbar. Vor allem der Umstand, dass in der Regel mit der Lecksuche erst begonnen wird, nachdem bereits Probleme in der Produktion aufgetreten sind, birgt hohe finanzielle Risiken. Denn während der Suche nach dem defekten Strahlheizrohr steht der Ofen für die Produktion nicht oder nicht im vollen Umfang zur Verfügung.
Regelmäßiges Drehen der Rohre bietet keine Gewähr für einwandfreien Zustand
Um eine maximale Prozesssicherheit zu realisieren, muss jeder Betreiber den optimalen Zustand der Strahlheizrohre gewährleisten. Dies ist in der Praxis bislang jedoch kaum zu bewerkstelligen.
Ein regelmäßiges Drehen nichtkeramischer Strahlheizrohre unter erheblichem Personal- und Kostenaufwand ist bei horizontal montierten Strahlheizrohren zwar üblich und wird zur Standzeitverlängerung der Strahlheizrohre von Ofenbauern oft auch empfohlen. Es bietet jedoch keine Gewähr für einen einwandfreien Zustand der Strahlheizrohre, da diese beim Drehen in der Regel keiner Sichtprüfung unterzogen werden – Drehen bei Verbleib des Strahlheizrohres im Ofenraum bei laufendem Ofenbetrieb unter Schutzgas ist durchaus gängige Praxis.
Strahlheizrohre können oft nicht von allen Seiten betrachtet werden
Eine Ofenbegehung ist in vielen Fällen aufgrund der Raumgrößen ganz unmöglich, führt aber auch bei begehbaren Anlagen nicht immer zur Aufdeckung eines kleineren oder mittleren Lecks. Die Rohre können meist nicht von allen Seiten betrachtet werden. Der vermehrte Einsatz keramischer Strahlheizrohre in den letzten Jahren verbesserte die Situation, schützt jedoch nicht vollständig gegen Defekte.
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