Berufsbekleidung Trend zur Mode mit Funktion
Die Individualisierung in der Berufsmode nimmt stetig zu, Elemente aus der Outdoorbekleidung halten verstärkt Einzug. Funktionalität und Qualität dürfen dabei aber nicht zu kurz kommen.
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Lässige Outfits, kernige Auftritte. Dazu Funktionsbekleidung, die auch als Outdoorkleidung für den Freizeitbereich durchgehen könnte. Ist das noch professionelle Berufskleidung oder schon private Streetwear? Die Grenzen scheinen zu verschwimmen – vordergründig. Denn gerade in den letzten Jahren haben in die Berufskleidung für Handwerk und Industrie zwar modische Aspekte verstärkt Einzug gehalten, doch in der harten Praxis geht es vor allem um Standfestigkeit, praxisgerechte Funktionalität, um täglichen Tragekomfort sowie Sicherheit, und dies auch nach der x-ten Wäsche.
Funktionstextilien auf dem Vormarsch
„Unsere Kunden aus Handwerk und Industrie wünschen sich bei ihrer Berufskleidung ganz klar eine arbeitsplatzgerechte Funktionalität“, so Volkmar Haack, Verkaufsleiter der Richter Textilservice GmbH, einem der 17 deutschen Vertragswerke der DBL Deutsche Berufskleider Leasing GmbH. „Doch dies“, so seine Erfahrung, „eben bei einer modisch orientierten Optik.“ Kein Gegensatz, denn dank moderner Materialien lassen sich heute qualitativ hochwertige Verarbeitung und attraktive Gestaltung kombinieren. Sogar bis in den Bereich der Schutzkleidung hinein.
Es hat sich auch die Akzeptanz von synthetischen Textilien geändert. Galt in früheren Jahren ein möglichst hoher Anteil an Baumwolle als Qualitätsmerkmal, tritt diese Meinung nun allmählich in den Hintergrund. „Funktionstextilien werden immer beliebter. Das Beispiel der Softshelljacken oder Micro-Fleece steht für diesen Trend. Oder auch ergänzende Wetterschutzartikel beziehungsweise normgerechte und zertifizierte Kleidung“, erklärt Haack. „Dabei spüren die Mitarbeiter dann schnell, dass sich die neuen Gewebe besser tragen und pflegen lassen, zudem hohe Verschleißfähigkeit und – je nach Art der Berufskleidung – Schutzfunktionen bieten.“
Beratung für den individuellen Bedarf
„In den Unternehmen wächst außerdem der Bedarf nach PSA-Kollektionen, die dann auch die Berufskleidung CI-gerecht und optisch ansprechend ergänzt“, weiß Alexander Dreisow vom DBL-Vertragswerk Staufer Textilpflege GmbH in München. Der Verkaufsleiter sieht hier einen zunehmenden Beratungsbedarf. „Statt einzelner Kollektionen sind heute komplette Bekleidungskonzepte gewünscht, die alle betrieblichen Bereiche abdecken und ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Versorgungskonzepte, mit denen wir allen Mitarbeitern professionelle Berufskleidung geben. Und denen, die normgerechten Schutz benötigen, die passende Ausrüstung stellen.“
Darum spielt die Beratung eine immer entscheidendere Rolle. „Wir ermitteln im Vorfeld gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten oder Inhaber, welche Berufskleidung sinnvoll ist und welche Normen tatsächlich erforderlich sind, auch um den Kostenfaktor für die Betriebe zu optimieren. Mit unserem Mietservice stellen wir darüber hinaus sicher, dass die ausgewählte Schutzkleidung auch nach vielen Wäschen den Normen entspricht, was bei der Pflege in Haushaltswaschmaschinen nicht gewährleistet werden kann.“
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