Machtpokereien Trump lässt bei 15-Prozent-Zoll nicht locker und attackiert Spanien

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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US-Präsident Donald Trump hat seine Absicht zur Einführung eines weltweiten Zolls auf Importe in die USA von 15 Prozent bekräftigt. Parallel gab es Gespräche mit Friedrich Merz ...

US-Präsident Donald Trump hat sich vor Kurzem mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office getroffen und stundenlang Gespräche geführt. Das Fazit: Beide kommen gut miteinander aus, Spanien ist doof und Merz ein guter Anführer. Die 15-Prozent-Zölle spuken noch immer herum ...(Bild:  AP)
US-Präsident Donald Trump hat sich vor Kurzem mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office getroffen und stundenlang Gespräche geführt. Das Fazit: Beide kommen gut miteinander aus, Spanien ist doof und Merz ein guter Anführer. Die 15-Prozent-Zölle spuken noch immer herum ...
(Bild: AP)

Seit vergangener Woche erhebt die US-Regierung auf viele Importe einen globalen Zoll in Höhe von zehn Prozent. Doch Donald Trump will partout 15 Prozent Zoll auf alles, was in die USA importiert wird – auch wenn es noch keinen offiziellen Antrag dafür gibt, hat die dpa erfahren. Den neuen Satz kann er demnach bis zu fünf Monate aufrechterhalten. Das drohte er im Beisein von Friedrich Merz im Rahmen eines neuen bilateralen Treffens im Oval Office. Und das sei noch nicht alles, denn die Trump-Regierung untersuche derzeit auch noch, wie man das Zollschwert gegen unterschiedliche Länder noch schärfer schleifen könne.

Keine Militäraktionen von Deutschland gefordert

Trump glaubte wohl witzig zu sein, als er nebenbei fallen ließ, dass man Deutschland besonders hart behandeln sollte. Trump hat immerhin die deutsche Haltung zum Iran-Krieg gelobt und auf Forderungen nach einer Beteiligung an der Militäraktion verzichtet. Deutschland habe sich, im Gegensatz zu anderen Nato-Partnern wie Großbritannien und Spanien, seinen Worten nach großartig verhalten. Der US-Präsident versicherte: „Wir fordern sie nicht auf, Bodentruppen zu entsenden oder irgendetwas in der Art zu tun.“ Doch Bundeskanzler Merz sei immerhin den Drohungen von Trump, nur die Wirtschaftsbeziehungen zu Spanien zu kappen, entschieden entgegengetreten.

Spanien auszuklammern, wird man nicht hinnehmen

Seine Worte: „Du kannst keinen isolierten Vertrag mit Deutschland abschließen oder einen Vertrag mit ganz Europa, aber mit Spanien nicht!“ Denn man sitze zusammen in einem Boot. Das sagte er jedenfalls nach dem Treffen gegenüber der ARD. Trump hatte bei einer öffentlichen Begegnung mit Merz vor Journalisten nämlich scharfe Kritik an Madrid geübt. Spanien habe sich schrecklich verhalten, was die Haltung zum Iran-Krieg angehe. Denn Spanien will nicht, dass US-Streitkräfte die dortigen Stützpunkte nutzt. Als Reaktion darauf kündigte Trump an, den Handel mit Spanien einzustellen. Merz wolle Verhandlungen zum Thema Zölle aber entweder mit der gesamten EU führen, oder gar nicht. Immerhin, so ein Fazit, hält Trump den Bundeskanzler für einen ausgezeichneten Anführer, weil er das krasse Gegenteil zu Angela Merkel sei. Offensichtlich verstehen sich beide gar nicht schlecht, wie das dreieinhalb Stunden andauernde Gespräch gezeigt haben soll.

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