Es wird noch schlimmer! Trump drückt in Sachen Zölle auf Autos noch mehr aufs Gas

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die geplanten Zölle seitens der USA auf Autoimporte (25 Prozent) lassen den Handelsstreit eskalieren. Deutsche Automobilhersteller rufen nach Hilfe ...

Eskalation! Donald Trump glaubt, gut Lachen zu haben, weil er Autoimporte jetzt mit Zöllen von 25 Prozent belegt. Widerstand regt sich vor allem in Kanada. Aber auch die deutschen Automobilhersteller fordern Verhandlungen, um die Lage zu entspannen ...(Bild:  AP)
Eskalation! Donald Trump glaubt, gut Lachen zu haben, weil er Autoimporte jetzt mit Zöllen von 25 Prozent belegt. Widerstand regt sich vor allem in Kanada. Aber auch die deutschen Automobilhersteller fordern Verhandlungen, um die Lage zu entspannen ...
(Bild: AP)

US-Präsident Donald Trump hat der EU und Kanada mit noch mehr Zöllen gedroht, wenn die Europäische Union mit Kanada zusammenarbeitet, um den USA wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Europa nannte er einen Schmarotzer. Das Ziel der Zölle auf Einfuhren in die USA ist es demnach, den „besten Freund zu schützen“, den Kanada und die EU je gehabt haben. Für Fahrzeuge, die in den Vereinigten Staaten gebaut werden, sollen aber wohl keine zusätzlichen Abgaben fällig werden. Besonders die deutsche Autoindustrie dürfte unter den neuen Strafzöllen leiden, die laut dem Weißen Haus am 3. April in Kraft treten sollen. Kanadas Premier Mark Carney bezeichnet die Zölle als direkten Angriff. Man wolle seine Arbeiter deshalb verteidigen! Es klang fast, wie die berühmte „We shall fight on the Beaches“-Ansprache von Winston Churchill vom 4. Juni 1940. Auch sprach der Kanadier von einem „Schock“ wegen Verrats. Und was läuft in Europa?

Ein bilaterales Abkommen müsste jetzt her

Rund 86 Prozent der Unternehmen im automobilen Mittelstand erwarten nach Angaben des VDA, dass die Zölle der USA gegen zahlreiche Staaten und Regionen auch sie treffen werden. Parallel gelten die USA aber auch als ein wichtiger Bestandteil im Produktionsnetzwerk der deutschen Autobranche! Denn 2024 haben die deutschen Hersteller laut VDA dort über 844.000 Fahrzeuge produziert, wovon rund die Hälfte in alle Welt exportiert wurde. Kein anderes Land nahm demnach so viele neue Pkw aus Deutschland ab wie die Vereinigten Staaten. Der VDA forderte angesichts der Lage umgehende Verhandlungen zwischen den USA und der EU über ein bilaterales Abkommen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wird es sonst auf Kosten des Wohlstands und des Wachstums gehen.

Die EU will Wirtschaft und Verbraucher schützen

„Gespräche über gesetzliche Regelungen, Normen und Zertifizierungen wären jetzt dringend! Das wird für beide Seiten des Atlantiks Vorteile bringen und die Effizienz auf beiden Seiten erhöhen“, glaubt die VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Zeitgleich setzt die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angesichts des zunehmend eskalierenden Handelskonflikts mit den USA auch weiter auf Gespräche. Die EU werde sich um Verhandlungslösungen bemühen und dabei ihre wirtschaftlichen Interessen schützen! „Als große Handelsmacht und starke Gemeinschaft von 27 Mitgliedstaaten werden wir gemeinsam unsere Arbeitnehmer, Unternehmen und Verbraucher in der gesamten Europäischen Union schützen“, was offensichtlich ganz dem Tenor von Carney folgt.

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