Mit der neuen Generation der Trulaser-Serie 5000 will Trumpf aktuelle Herausforderungen in der Blechbearbeitung adressieren – und zeigt zugleich, dass sein Portfolio vom Einstieg bis zum Vollautomaten für jede Anforderung die passende Antwort bereithält.
Trumpf erweitert sein Portfolio fürs 2D-Laserschneiden.
(Bild: TRUMPF GMBH + CO. KG)
Die Anforderungen an blechverarbeitende Betriebe wachsen von Jahr zu Jahr: Kunden erwarten kürzere Lieferzeiten, engere Toleranzen und Wirtschaftlichkeit ab Losgröße 1, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen, um Anlagen kompetent zu bedienen. Der Wettbewerb verschärft sich, Prozesse werden komplexer – und die Frage, wie sich vorhandene Maschinenkapazität wirklich in Produktivität übersetzen lässt, gewinnt an Dringlichkeit.
Das Paradoxe daran: Die technologischen Möglichkeiten sind vielerorts längst vorhanden. Interne Analysen von Trumpf zeigen, dass Kunden die ihnen bereitgestellten Informationen und technologischen Funktionen ihrer Maschinen oft nur teilweise nutzen. Selbst erfahrene Anwender entdecken Auswertungen wie die in der Analysesoftware „Smart View” des Unternehmens mitunter erst sehr spät. Ein Grund dafür: Bediener werden selten durch den Hersteller, sondern überwiegend „on the job“ eingelernt. Neue Funktionen bleiben dadurch häufig unentdeckt. Es entsteht eine Lücke zwischen dem, was eine Maschine technisch leisten könnte, und dem, was im Tagesgeschäft tatsächlich abgerufen wird. Außerdem verlieren Kunden durch ungeplante Stillstände oft mehr Produktivzeit als notwendig.
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Mit der neuen Generation der Trulaser Serie 5000 will Trumpf diese Lücke schließen. Die hochproduktive 2D-Laserschneidmaschine kombiniert leistungsstarke Hardware, intelligente Assistenzfunktionen, Software und Services mit dem langjährigen Prozesswissen des Unternehmens im Laserschneiden. Der Anspruch dahinter: Transparenz schaffen, den Bediener aktiv unterstützen und die Leistungsfähigkeit der Anlage kontinuierlich weiterentwickeln.
Ausgangspunkt der Neuentwicklung war eine nüchterne Bestandsaufnahme aus dem Feld: Knapp die Hälfte aller Maschinenstillstände entsteht durch Kollisionen – Funktionen zur Reduktion solcher Vorfälle werden jedoch häufig nicht genutzt, sind nicht bekannt oder schlicht nicht gewollt. Hinzu kommt, dass die Bediener in der Fertigung nicht mehr nur an einer Maschine tätig sind und Unterstützung benötigen, mehrere Maschinen gleichzeitig im Blick zu behalten. Bei größeren Maschinen reichte die Einsehbarkeit bislang zudem nicht immer aus.
Die neue Trulaser 5000 setzt an all diesen Punkten an. Echtzeit-Benachrichtigungen zeigen unmittelbar an, wo Unterstützung erforderlich ist. In einer Mehrmaschinenansicht sehen Bediener und Fertigungsleiter auf einen Blick Status, Restlaufzeiten und Kamerabilder aller angebundenen Anlagen in der Halle. So kann ein Bediener mehrere Maschinen parallel betreuen und trotzdem schnell reagieren, wenn irgendwo Handlungsbedarf entsteht.
Hierfür sitzen am Bedienpult künftig zwei Monitore übereinander, die deutlich mehr Daten sichtbar machen als bisher. Auf dem zweiten Bildschirm kann der Bediener eine Übersicht aufrufen, die zeigt, bei welchen Programmen auffällig oft Kollisionen auftraten und welche Stillstandszeit daraus resultierte – nach Programm oder nach Technologietabelle ausgewertet, mit Trendverlauf über Tage, Wochen oder Monate. Auch der Programmierer im Büro kann auf diese Informationen zugreifen und Schneidprogramme gezielt nachschärfen. Ein manuelles Tracking von Stillständen ist damit nicht mehr nötig, die Maschine liefert die Zahlen von selbst.
Für den Blick ins Innere der Anlage sorgt das neue Vision-Equipment: Fünf Kameraperspektiven sind bei der neuen Serie standardmäßig verbaut und decken den gesamten Maschineninnenraum ab – darunter eine Frontsicht, seitliche Ansichten auf den Bearbeitungsbereich, eine mitfahrende Kamera am Schneidkopf sowie eine Sicht auf den Palettenwechsler. Die Bilder lassen sich sowohl direkt an der Maschine als auch ortsunabhängig über das Kundennetzwerk in der Software Smart View abrufen – etwa auf dem Tablet.
Neben mehr Transparenz setzt Trumpf auf mehr Autonomie im laufenden Prozess. Die Funktion Active Speed Control überwacht wichtige Prozessparameter beim Laserschneiden, regelt den Vorschub und kontrolliert dabei zusätzlich den Zustand der Schneiddüse – eine manuelle Düsenprüfung entfällt. Kommt es dennoch zu einem Fehlschnitt, greift Smart Rerun: Die Funktion sorgt dafür, dass die Maschine in mehr als 90 Prozent aller Fälle selbstständig wieder einsteigt oder weiter schneidet. In der Summe reduziert das die Stillstandszeit pro Maschine um durchschnittlich 70 Stunden im Jahr. Dieser Wert schlägt gerade im automatisierten und mannarmen Betrieb spürbar zu Buche, weil weniger Bedienereingriffe nötig sind und die Produktion stabiler weiterläuft.
Ergänzt wird das Ganze durch Condition Monitoring: Trumpf überwacht dabei über eine integrierte Diagnostik und mit dem Erfahrungswissen der eigenen Serviceexperten kontinuierlich den Zustand zentraler Maschinenkomponenten. Drohende Ausfälle werden frühzeitig erkannt, Wartungsmaßnahmen lassen sich vorausschauend statt reaktiv planen. Unvorhergesehene Stillstände werden so zu planbaren Serviceereignissen, so lassen sich dadurch rund ein Drittel der Qualitätseinbußen und Stillstandszeiten vermeiden. Zum Vergleich: Einige Trumpf-Kunden erreichen bereits heute eine Maschinenverfügbarkeit von 98 Prozent – ein Zielwert, den das Unternehmen künftig für eine breitere Kundenbasis erschließen will.
Ein weiterer Baustein für die Betriebssicherheit ist das fünfkammerige Absaugsystem, das Rauchgase und Schwebeteilchen effizient aus dem Schneidprozess abführt und so für ein sauberes Arbeitsumfeld sorgt.
Mit der Trulaser 5000 bringt Trumpf eine Lösung auf den Markt, die sich kontinuierlich weiterentwickelt. So fließen Erkenntnisse der Maschinen, die Trumpf bei Kunden auf der ganzen Welt installiert hat und die mit dem IT-System von Trumpf vernetzt sind, fortlaufend in die Weiterentwicklung der Serie ein. Die Basis dafür ist eine leistungsstarke Hardware-Infrastruktur aus Industrie-PC und Kamerabaukasten, die über regelmäßige Security- und Feature-Updates auf einem aktuellen Stand gehalten wird.
Trumpf auf der Euroblech 2026
Unter dem Motto „Success is a System“ zeigt Trumpf vom 20. bis 23. Oktober auf der Euroblech 2026 in Hannover, wie vernetzte Technologien, intelligente Automatisierungen und zukunftsweisende Lösungen zusammenwirken. Der Stand befindet sich in Halle 11, STand 11B70 und 11-B94. Über die Webiste des Unternehmens können sich interessierte Fachbesucher für einen Besuch am Trumpf Messestand anmelden und einen kostenfreien Eintrittskartengutschein sichern.
Vom Einstieg bis zum Vollautomaten
Natürlich markiert die Trulaser 5000 als neues Flaggschiff einen Meilenstein. Zugleich betont Trumpf, dass es nicht die eine Lösung für alle geben kann, sondern für jede Anforderung die passende Maschine. Das Portfolio ist entlang einer klaren Treppe aufgebaut, die von der ersten eigenen Laseranlage bis zur vollautomatisierten Fertigungslinie reicht.
Den Startpunkt markiert die Trulaser Serie 1000 mit unterschiedlichen Formaten von rund 3 auf 1,5 Meter bis zu 6 auf 2,5 Meter. Sie richtet sich an Unternehmen, die bislang keine Eigenfertigung für Blechteile haben oder passende Maschinen für geringe Produktionsmengen benötigen, und bietet laut Trumpf den perfekten Einstieg ins Laserschneiden für den Aufbau einer langfristigen Produktion. Ergänzt wird das Einstiegssegment durch die Trubend Serie 1000 – eine kompakte, intuitiv per Teczone Bend bedienbare Abkantpresse mit 4-Achs-Hinteranschlag, die auch in kleinere Werkstätten passt.
Eine Stufe darüber positioniert sich die Trulaser Serie 3000 als Allrounder für maximale Flexibilität mit Formaten bis 8 auf 2,5 Meter (3080 fiber), Laserleistungen bis 24 kW und Geschwindigkeiten bis 170 m/min. Wer zusätzlich auf Schrägschnitte angewiesen ist, findet in der Trulaser Serie 3000 Bevel Cut Edition eine konsequente Weiterentwicklung: Sie schneidet Fasen bis 50 Grad direkt während dem Bearbeitungsprozess und macht damit Folgeprozesse überflüssig. Das Ergebnis sind weniger Arbeitsschritte bei mehr Flexibilität.
Die dritte Stufe bildet die bereits ausführlich beschriebene Trulaser Serie 5000 als Flaggschiff für anspruchsvolle Fertiger mit hohem Durchsatz. Sie lässt sich zudem nahtlos an automatisierte Lager- und Sortierlösungen wie Sortmaster Station, Sortmaster Vision oder Trustore anbinden und wächst so zu einem vollintegrierten Fertigungssystem.
Komplettiert wird das Portfolio von der Trulaser Center 7030 – dem kompakten Laser-Vollautomat. Er deckt den gesamten den gesamten Bearbeitungsrozess bis zur Teilevereinzelung ab und verspricht damit minimale Bearbeitungskosten bei maximaler Effizienz – alles aus einer Hand, von der Zeichnung bis zum fertig sortierten Teil.
Das übergreifende Argument für diesen Portfoliogedanken ist bei Trumpf klar formuliert: Geliefert wird nicht nur eine Maschine: Zum Lieferumfang gehören Maschine, Laser, Automatisierung, Software und digitale Services aus einer Hand – abgesichert durch ein internationales Servicenetz. Einzig die konkrete Anwendung des Kunden entscheidet darüber, welche Lasermaschine die richtige ist, unabhängig vom bearbeiteten Materialmix.
Ein Weg, der weitergeht
Die Euroblech ist für Trumpf dabei erklärtermaßen eine Etappe, kein Endpunkt. Die neue Trulaser Serie 5000 markiert den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer durchgängig datengetriebenen Performance-Maschine, die Kunden nicht nur mit Informationen versorgt, sondern ihnen konkrete Handlungsempfehlungen für den Betrieb ihrer Anlage liefert. Für Anwender heißt das: Wer mit Trumpf arbeitet, bekommt nicht einfach eine Laserschneidmaschine. Er erhält ein Werkzeug, das zum eigenen Betrieb passt – und eine Plattform, die mit den eigenen Anforderungen mitwächst.
(ID:50983534)
Stand: 08.12.2025
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