Zeitsparer Trumpf-KI beschleunigt das Einfahren von Stanz-Laser-Maschinen

Quelle: Trumpf 3 min Lesedauer

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Die Software „Runability Guide“ unterstützt jetzt mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) beim manuellen Einfahren neuer Aufträge bei der vollautomatisieren Stanz-Laser-Maschine Trumatic 5000.

Wer Stanz-Laser-Maschinen des Typs Trumatic 5000 von Trumpf nutzt, kann sich jetzt auf einen KI-basierten Assistenzen zum Einfahren der Maschinen freuen. Der spart Zeit und Kosten. Lesen Sie hier, was das System, das demnächst auf der Hausmesse Intech zu sehen ist, kann ...(Bild:  Trumpf)
Wer Stanz-Laser-Maschinen des Typs Trumatic 5000 von Trumpf nutzt, kann sich jetzt auf einen KI-basierten Assistenzen zum Einfahren der Maschinen freuen. Der spart Zeit und Kosten. Lesen Sie hier, was das System, das demnächst auf der Hausmesse Intech zu sehen ist, kann ...
(Bild: Trumpf)

Auf seiner Hausmesse Intech 2024 zeigt Trumpf mit dem „Runability Guide“ eine erste Version eines neuen, KI-basierten Tools, mit der Anwender die Stanz-Laser-Maschine Trumatic 5000 schneller und einfacher einfahren können. Denn bisher muss ein Produktionsmitarbeiter jedes Mal, wenn er einen neuen Auftrag mit bislang unbekannten Geometrien oder Materialien fertigen möchte, das Programm an der Maschine individuell testen. Vor allem bei vollautomatisierten Maschinen, die viele verschiedene Teile fertigen, entstehen dann unproduktive Nebenzeiten, so Trumpf. Durch die KI-gestützte Software Runability Guide kann man aber beim Einfahren der Anlage jetzt bis zu 20 Minuten Stillstandszeiten vermeiden. Die Software zeigt dem Mitarbeiter dabei mithilfe von unterschiedlichen Bewertungsmodellen bei jedem Auftrag an, ob die Trumatic die Bauteile direkt fertigen kann, oder ob manuelle Eingriffe zu erwarten sind. Das spare nicht nur Zeit, sondern könne die Expertise des Personals gleichzeitig auch für wertschöpfendere Aufgaben einsetzen, oder neues Personal schulen.

Die Gefahr von verklemmten Bauteilen wird minimiert

Wenn eine Maschine automatisiert Teile fertigt, können Fehler entstehen. Dabei kommt es auch vor, dass die Automatisierung das Teil durch Verklemmen nicht korrekt aus dem Restgitter entnehmen kann, wie Trumpf weiter ausführt. Es kommt dann zum Stillstand und ein Produktionsmitarbeiter muss das Teil manuell aus dem Maschinenraum entfernen. Anschließend muss die Maschine auch noch erneut gestartet werden. Ob sich das Bauteil prozesssicher entnehmen lässt, hängt unter anderem von der Geometrie des Teils und der Position der Greifer auf dem Werkstück ab. Der Runability Guide prüft etwa nun, wie stark das Bauteil bei der Entnahme aufgrund der Schwerkraft durchbiegt und sich dabei verklemmen kann. Wird ein vorab festgelegter Grenzwert überschritten, markiert die Software die entsprechende Stelle rot, heißt es weiter. So erkenne der Mitarbeiter sofort, bei welchen Bauteilen eines Auftrags er nachjustieren sollte. Außer zu Details zu möglichen Fehlern spricht die KI-basierte Software auch eine Empfehlung aus, welche Aufträge sich für die Nachtschicht eignen.

Der digitale Einfahrassistent von Trumpf ermittelt automatisch, bei welchen Bauteilen manuelles einrichten erforderlich ist. Dafür ermittelt er unter anderem den Biegewinkel bei der Bauteilentnahme. Die Gefahr von verklemmten Teilen wird dabei ebenfalls minimiert, heißt es. (Bild:  Trumpf)
Der digitale Einfahrassistent von Trumpf ermittelt automatisch, bei welchen Bauteilen manuelles einrichten erforderlich ist. Dafür ermittelt er unter anderem den Biegewinkel bei der Bauteilentnahme. Die Gefahr von verklemmten Teilen wird dabei ebenfalls minimiert, heißt es.
(Bild: Trumpf)

KI-Tool schlägt physikalische Simulationen in Sachen Zeit

Der Runability Guide greift dabei auf verschiedene Modelle zurück, um die Komplexität des Bauteils zu ermitteln. Dafür stellen die Trumpf-Entwickler das Wissen von Experten aus der Fertigung kontinuierlich in der Cloud bereit, wie man weiter erfährt. Zusätzlich führt die Software die Bewertung mithilfe von physikalischen Simulationen und KI durch, um mögliche Herausforderung bei den Prozessschritten zu erkennen. Zuletzt arbeitet das smarte Tool mit den realen Maschinendaten von Anwendern der Trumatic 5000. Das lässt dann Rückschlüsse auf Fehlerquellen bei der Bearbeitung zu. Wenn alle Modelle den Auftrag geprüft haben, gibt das Tool seine Prognose ab. Klassische physikalische Simulationsmodelle würden für die Prognose, abhängig vom Bauteil, bis zu einer Stunde benötigen, wie die Ditzinger anmerken. Doch mit der KI könne dieser Prozess signifikant beschleunigt und praktisch in Echtzeit ablaufen.

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