Im Negativen! Turbulente Zeiten machen Drehteileherstellern zu schaffen

Quelle: FMI 2 min Lesedauer

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Hier analysiert der FMI – Verband der Deutschen Drehteile-Industrie das zurückliegende Jahr ...

Turbulent geht es auf dieser Drehmaschine zu! Leider befindet sich die Branche der Drehteilehersteller selbst in turbulenten Zeiten. Eine Umfrage zeigt hier auf, unter welchen Problemen dieser Bereich der Zerspanung in Metall derzeit leidet ...(Bild:  R. Weidelbrecht)
Turbulent geht es auf dieser Drehmaschine zu! Leider befindet sich die Branche der Drehteilehersteller selbst in turbulenten Zeiten. Eine Umfrage zeigt hier auf, unter welchen Problemen dieser Bereich der Zerspanung in Metall derzeit leidet ...
(Bild: R. Weidelbrecht)

Die neueste Auswertung des Verbands der Deutschen Drehteile-Industrie zeigt, dass sich die wirtschaftliche Lage schwieriger gestaltet als im Vorjahr. Die Umsatzentwicklung ist mit -7,4 Prozent nämlich erstmals wieder klar negativ! Im Jahr 2023 lag der Wert bei plus 1,2 Prozent. Etwas niedrigere Materialkosten sorgten aber dafür, dass die Rückgänge für den bereinigten Umsatz (ohne Berücksichtigung des Einflusses der Materialkosten) mit -2,9 und die Wertschöpfung mit -4,4 Prozent ein wenig moderater ausfielen. Die Auftragseingänge sind mit -7,9 Prozent weiterhin rückläufig – also das zweite Jahr in Folge! Zwei Lichtblicke scheint es aber zu geben, denn der Exportanteil liegt mit 36,3 Prozent etwa auf dem Vorjahresniveau. Und auch die durchschnittliche Auftragsreichweite bleibt mit 33,3 Wochen stabil, was zu einer gewissen Planungssicherheit beiträgt.

Personalbedarf in der Zerspanung schrumpft

Zwei Drittel der befragten Mitglieder melden außerdem eine unzureichende Auslastung ihrer Produktionskapazitäten. Dieser Mangel trifft wiederum die Belegschaft. Denn nach mehreren Jahren stabiler Werte ist die Zahl der Arbeitsplätze bei den erfassten Mitgliedern um etwa fünft Prozent geschrumpft. Nur noch 12 Prozent der Unternehmen wollen demnach in nächster Zeit neue Leute einstellen. Im Vorjahr hatten noch 34 Prozent Personalbedarf angemeldet. Ein steigender Anteil der Unternehmen ist in Kurzarbeit. Und rund 32 Prozent sahen sich zum Jahresende 2024 gezwungen, dieses Mittel einzusetzen. Und die Personalkosten sind mit 33,8 Prozent höher als im Vorjahr. Damals lag der Wert noch bei 31,8 Prozent. Im Gegensatz dazu sind, wie bereits erwähnt, die Materialkosten etwas gesunken und machen nun 30,6 Prozent (2023 = 32,8 Prozent) des Umsatzes aus.

Investitionen in der Zerspanung gehen zurück

Die Investitionen gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück, wie bei der Befragung herauskam. Das spiegle sich auch in der Investitionsquote wider, denn diese liege weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau von 5,1 Prozent. Sie bleibt damit im fünften Jahr in Folge weit unter den Möglichkeiten. Mit 8.870 Euro sind die erfassten realen Aufwendungen pro Mitarbeiter entsprechend gering und deutlich unter den Zahlen der Vorkrisenjahre. Die befragten Mitglieder stecken den größten Teil dieses Kapitals nach wie vor hauptsächlich in die Produktion, heißt es. Der Wert liegt bei 80 Prozent. Beim Ausblick für 2025 sind die Verantwortlichen deshalb weiterhin zögerlich.

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