Viele Chancen Gute Ausgangslage für Auszubildende in Bayern

Quelle: Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft 2 min Lesedauer

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Die Zahl der Ausbildungsplätze ging in Bund und Freistaat im Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurück, was die Sektoren Metall und Elektro betrifft. Dennoch gibt es pro Kopf in Bayern 1,5 Stellen!

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände „bayme vbm“, informiert hier über die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur Ausbildungslage in den Mitgliedsunternehmen. Die Chancen seien für junge Leute bestens!(Bild:  „bayme vbm“)
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände „bayme vbm“, informiert hier über die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur Ausbildungslage in den Mitgliedsunternehmen. Die Chancen seien für junge Leute bestens!
(Bild: „bayme vbm“)

Geschuldet ist der Rückgang der Ausbildungsplätze der momentan schwierigen wirtschaftlichen Lage und dem anhaltenden Bewerbermangel, wie Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände („bayme vbm“) im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte. Die bayerische Metall- und Elektroindustrie verzeichnet 2025 mit 14.458 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Rückgang um 3,8 Prozent. Dieser Rückgang falle aber geringer aus, als noch in der Frühjahrsprognose erwartet. Brossardt: „Statistisch gesehen stehen jedem in Bayern branchenübergreifend momentan etwa 1,5 Ausbildungsplätze zur Verfügung.“ Damit sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Freistaat weiterhin sehr gut. Die Konjunktur- und Strukturkrise hinterlasse aber auch am Ausbildungsmarkt ihre Spuren. Denn mit 32,6 Prozent gibt knapp ein Drittel der befragten Unternehmen die wirtschaftliche Lage als Grund an, warum nicht noch mehr ausgebildet werden kann. Die neue Bundesregierung hat immerhin gezeigt, dass sie es ernst meint mit der Wirtschaftswende. „Jetzt darf sie nicht nachlassen“, forderte Brossardt.

Die Vergütung für Azubis steigt, die Übernahmequote ist hoch

Parallel zur wirtschaftlichen Lage bleibt die Suche nach passenden Azubis für die Metall- und Elektro-Unternehmen (M+E) mittel- und langfristig aber weiterhin eine zentrale Herausforderung. Denn von den Betrieben, die einen Rückgang verzeichnen, beklagt mit 58,1 Prozent immer noch, dass sie keine qualifizierten Bewerber finden. Und 44,2 Prozent gaben an, dass zu wenig Bewerbungen eingingen. Brossardt kommentierte: „Mit dem Bewerbermangel kämpfen die Unternehmen schon lange! Nun versetzt auch die konjunkturelle Lage dem Ausbildungsmarkt einen Dämpfer.“ Nichtsdestotrotz gilt, dass, wenn die Jugendlichen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, die Unternehmen ihnen hervorragende Zukunftsperspektiven in Aussicht stellen – das gilt für die Übernahme genauso wie für die Vergütung. (Das Durchschnittsgehalt über alle Ausbildungsjahre hinweg ist infolge des Tarifabschlusses im vergangenen Jahr gestiegen. Es liegt seit dem ersten Januar 2025 bei durchschnittlich 1.347 Euro. Ab ersten April 2026 steigt die durchschnittliche Vergütung bei einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren sogar auf 1.389 Euro). Auch bleibe die Übernahmequote in der bayerischen M+E Industrie ungeachtet der äußeren Umstände auf konstant hohem Niveau. Denn im laufenden Jahr werden knapp 91 Prozent der bayerischen Unternehmen ihre Azubis befristet oder unbefristet übernehmen. Und für 2026 verbessert sich die Übernahmequote wahrscheinlich auf rund 96 Prozent. Erfolge keine Übernahme, geschehe das meist auf Wunsch des Azubis.

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Das Fazit zur derzeitigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt:

Brossardt fasste zusammen: „Langfristig bleibt die Nachwuchsgewinnung für die Unternehmen eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Wir unterstützen die Betriebe mit unseren Projekten und Initiativen dabei, die Jugendlichen als potenzielle Fachkräfte von morgen frühzeitig zu entdecken.“ Und die Praktikumsbörse „sprungbrett bayern“, die man vor 20 Jahren ins Leben gerufen hat, habe sich als Erfolgsmodell bewährt. Momentan finden Jugendliche auf der Suche nach einem passenden Praktikum auf der Online-Plattform 22.400 Stellenanzeigen. Insgesamt 6.000 Unternehmen sind dort mit Profilen registriert. Allerdings müsse man auch feststellen, dass viele Jugendliche, teilweise durch eigene falsche Einschätzung der Realität, teilweise durch die unpassenden Ideen der Eltern, schwer zu überzeugen sind, einen Job in der M+E-Welt anzugehen. Außerdem müsse man junge Menschen heute wesentlich individueller ansprechen, um sie zu gewinnen.

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