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Zwei Sägen mit Turmlagersystem sind effizienter als eine
In die erste der beiden Sägen investierte man 2015. Ausschlaggebend für den Griff zur Kasto-Säge waren laut Aussage der Geschäftsführer der gute Ruf der Marke und die offensichtlich hohe Qualität. „Wir sind damals mit unseren spezifischen Anforderungen an Kasto herangetreten“, erinnert sich Kerscher. „Kasto hat uns daraufhin die Kastowin als optimale Lösung vorgeschlagen – und damit auch Recht behalten“, konstatiert der Geschäftsführer. Vier Jahre später hat man sich das zweite, baugleiche Modell angeschafft, um noch flexibler in der Sägebearbeitung zu sein und zusätzliche Kapazitäten für die steigende Auftragsmenge zu schaffen.
Das Langgut, das auf den Sägen verarbeitet wird, bewahrt Microart in einem Turmlagersystem vom Typ Unitower auf, das ebenfalls von Kasto stammt. Auf einer Höhe von 15,59 m ist Platz für 100 Kassetten, die Materialien bis 6,5 m Länge fassen können. Dabei stehen zwei Kassettentypen mit Beladehöhen von 160 oder 300 mm zur Verfügung, heißt es. Jede Kassette verträgt je nach Ausführung 2,5 oder 3 t Zuladung. Das Handling der Ladungsträger übernimmt dabei ein Regalbediengerät (RBG) nach dem Prinzip Ware-zur-Person. „Die Zugriffszeiten sind dadurch äußerst kurz und das Handling der sperrigen Materialien deutlich einfacher“, weiß Kerscher zu berichten.
Mitarbeiterschonung vom Lkw bis zur Säge
Früher mussten die Mitarbeiter bei Microart das Langgut mühsam von Hand ein- und auslagern. Heute genügt ein Knopfdruck. Das ankommende Material wird dabei vom Lkw auf eine freie Kassette geladen und mit einem Verschiebewagen ins Lager transportiert. Das RBG findet mithilfe des Lagerverwaltungssystems Kastologic selbstständig einen passenden Lagerplatz. Die Mitarbeiter erhalten die Auftragsdaten über eine unternehmensweit implementierte Software-Plattform und starten die Auslagerung des benötigten Materials bequem per Touchscreen, erklärt Kasto. Ein weiterer Verschiebewagen stellt die entsprechende Kassette an der Auslagerstation bereit. Von dort wird das Langgut manuell oder per Hallenkran auf dem Vorlagemagazin an einer der beiden Sägen platziert. Diese lassen sich ebenfalls über ein Bedienpanel mit den geforderten Schnittdaten programmieren und arbeiten die Aufträge automatisch ab, heißt es weiter.
Präzision verabscheut Temperaturschwankungen
Das Unitower-Lager ist in die Produktionshalle, in der auch die Sägen stehen, integriert. Die außenliegende Einlagerstation ist durch ein Rolltor abgetrennt, das nur bei Bedarf geöffnet wird. „Wir stellen Bauteile mit extrem engen Fertigungstoleranzen her“, erklärt Michael Kerscher den Grund dafür. „Deshalb müssen wir auch berücksichtigen, dass sich die Materialien bei Temperaturschwankungen unterschiedlich stark ausdehnen. Weil sich das Lager in der Halle befindet, sind die Werkstoffe aber gegen äußere Einflüsse geschützt, schon auf Betriebstemperatur, und wir können Maßdifferenzen vermeiden.“ Anders als in vielen anderen Unternehmen seien deshalb auch wesentliche Teile der Werkshallen temperiert, damit das ganze Jahr über und zu jeder Uhrzeit die gleichen Bedingungen herrschten.
Dem Ziel einer hochautomatisierten Fertigung ist Microart nach eigenen Angaben mit der neuen Kasto-Lager- und Sägetechnik ein gutes Stück nähergekommen. Der Dienstleister zeigt sich auch in Sachen Service zufrieden: Störungen im Lagersystem lassen sich in der Regel einfach und schnell per Fernwartung beheben – wenn es doch einmal nötig sein sollte, sind die Techniker von Kasto in kürzester Zeit bei uns.
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