Datenschutzverletzung? Uber droht Zahlung Hunderter Millionen für Datenmissbrauch

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Weil der US-Fahrdienstleister Uber beim Transfer personenbezogener Daten gegen europäische Datenregeln verstoßen haben soll, verhängt die zuständige Behörde eine Millionenbuße.

Der US-Fahrdienstleister Uber soll jahrelang heikle Fahrerdaten rechtswidrig weitergegeben haben. Die niederländische Datenschutzbehörde verlangt ein Bußgeld von 290 Milliionen Euro. Uber dementiert diese Vorwürfe und hält die Strafe für unangemessen ...(Bild:  Uber)
Der US-Fahrdienstleister Uber soll jahrelang heikle Fahrerdaten rechtswidrig weitergegeben haben. Die niederländische Datenschutzbehörde verlangt ein Bußgeld von 290 Milliionen Euro. Uber dementiert diese Vorwürfe und hält die Strafe für unangemessen ...
(Bild: Uber)

Die niederländische Datenschutzbehörde hat gegen Uber eine Buße von 290 Millionen Euro verhängt, weil der US-Fahrdienstleister Daten von europäischen Fahrern bei der Übermittlung in seine Zentrale unzureichend geschützt haben soll, wie die dpa meldet. Zu den auf Servern in den USA gespeicherten Daten gehörten nach Angaben der Datenschutzbehörde in Den Haag Identitätsnachweise und Zahlungsdetails. Auch strafrechtliche und medizinische Daten der Fahrer sollen darunter gewesen sein. Uber habe den rund zwei Jahre andauernden Verstoß inzwischen abgestellt. Der Fahrdienstleister kündigte aber Berufung gegen die Buße an.

Uber wehrt sich gegen Datenmissbrauchsvorwürfe

Diese fehlerhafte Entscheidung und die außerordentliche Geldstrafe sind völlig ungerechtfertigt, entgegnete eine Uber-Sprecherin. Der grenzüberschreitende Datentransfer von Uber sei während einer dreijährigen Periode großer Unsicherheit zwischen der EU und den USA konform mit den Datenschutzregeln gewesen. Man werde Berufung einlegen und sei zuversichtlich, dass sich der „gesunde Menschenverstand“ durchsetzen werde. Die Datenschutzbehörde hatte aber nach einer Beschwerde von über 170 französischen Fahrern eine Untersuchung gegen Uber eingeleitet. Diese Beschwerde landete zunächst bei der französischen Datenschutzbehörde. Weil sich der europäische Hauptsitz von Uber in den Niederlanden befindet, befasste sich dann aber die dortige Datenschutzbehörde mit dem Fall. Bemängelt wurde die Datenübermittlung von Uber zwischen August 2021 und November 2023. Komischer Zufall: dabei handelte es sich um einen Zeitraum, in dem das Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA wegen europäischer Gerichtsentscheide außer Kraft gesetzt war.

(ID:50143814)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung