Automatisierung

„Über-Automatisierung“ reduziert Flexibilität in der Fertigung

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57 % der Unternehmen geben Automatisierungsgrad Mitschuld an Flexibilitätsdefiziten

Eine zentrale Ursache dafür sieht Felten in den bisher sehr ausgeprägten Automatisierungstendenzen, mit der die Produktivität gesteigert werden sollte. „Dass die Unternehmen damit jedoch ihre Reaktionsfähigkeit beschränken, ist lange Zeit weitgehend unberücksichtigt geblieben.“

Zu einer ähnlichen Einsicht sind inzwischen offenbar auch viele Fertigungsbetriebe gekommen. Die befragten Produktionsverantwortlichen weisen zu 57 % dem Automatisierungsgrad eine Mitschuld an den Flexibilitätsdefiziten zu.

Noch stärker jedoch wiegt für 69 % und damit deutlich mehr als 2008, dass die Produktionssteuerung technische Begrenzungen aufweist. Ähnlich viele nennen auch die fehlende Durchgängigkeit von Business- und Produktionsprozessen, etwa durch die Integration von SAP mit dem MES-System, als Grund für Flexibilitätsbegrenzungen. Aber auch statische Verhältnisse in der Organisation und im Ressourcenmanagement tragen für jeden Zweiten dazu bei.

APS-Lösungen verkürzen Durchlaufzeiten und reduzieren Lagerbestände

„Letztlich ist als zentrales Instrument ein Advanced Planning System (APS) als Lösung für die Feinplanung der Produktion erforderlich, um flexibel auf veränderte Situationen reagieren zu können“, betont Felten. Falls beispielsweise eine Maschine ausfalle oder ein Eilauftrag realisiert werden müsse, werde über die Simulation von alternativen Szenarien ermittelt, auf welchem Weg sich die Problemstellung am vorteilhaftesten und effizientesten lösen lässt. „Zusammengefasst erzeugen solche APS-Lösungen kürzere Durchlaufzeiten, reduzieren die Lagerbestände und führen zu Einsparungen bei den fixen wie variablen Kosten.“

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