CAD/CAM

Um 30 Prozent schnellere CNC-Programmierung dank CAD/CAM-Automatisierung

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Automatisierte Teileerstellung

Für die computergestützte Fertigung nutzt Grob vorwiegend NX CAM. Dabei tauschen die Techniker zwischen den Produktionsstandorten über Teamcenter als zentrale Datendrehscheibe nicht CNC-Programme, sondern 3D-Modelle aus. Aus den Modellen werden die CNC-Programme vor Ort abgeleitet, um den dortigen Maschinenpark sowie die dort verfügbaren Werkzeuge zu berücksichtigen.

Viele Teile haben Varianten, die sich beispielsweise bezüglich der Anzahl und Größe von Bohrungen und Taschen unterscheiden. Grob hat mithilfe der Möglichkeiten von NX für nutzerdefinierte Merkmale (User-Defined Feature; UDF) eine Bibliothek erstellt für Bearbeitungsregeln mit Standardbohrungstypen, Taschen und Oberflächendefinitionen einschließlich der jeweils passenden Bearbeitungswerkzeuge. Damit lies sich an zahlreichen Stellen im Produktentstehungsprozess viel Zeit einsparen. „Mittels Feature-based Machining mit NX CAM konnten wir Konstruktion und CNC-Programmierung automatisieren“, betont Zingerle. „Die automatische Merkmalserkennung erkennt 95 Prozent unserer Standardbohrungstypen und 70 bis 80 Prozent der anderen Merkmale; sie hat den Zeitbedarf für die CNC-Programmierung um 30 Prozent gesenkt und die Werkzeuganzahl deutlich reduziert.“

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„Diesen hohen Grad an Automatisierung und Datenintegration zu erreichen, brauchte Zeit und drei entscheidende Faktoren“, sagt Lisiecki. „Erstens die Langzeitstabilität und Interoperabilität der Softwareprodukte aus dem Xcelerator-Portfolio; zweitens zuverlässige, beständige Anwendungsunterstützung von Siemens als mit unseren Anforderungen vertrauten Partner und drittens hauseigene Experten, die mit großer Agilität kontinuierliche Verbesserungen umsetzen konnten.“

Optimierung der Produktion auf Basis von NX-Modellen

Martin Wagner leitet die für die technische Software verantwortliche IT-Gruppe, die auch die Konstruktionsdaten der Kundenteile für die Verwendung in digitalen Zwillingen von Grob konvertiert. Im Haus programmierte Funktionalitäten erfordern IT-Experten, die mit allen involvierten Softwareprodukten vertraut sind. „Beim Informationsaustausch zwischen Teamcenter und dem ERP-System werden nicht nur Stücklisten über die T4S-Schnittstelle geschoben“, nennt Wagner ein Beispiel. „Die Teilereihenfolge wird dabei automatisch an die Bedürfnisse zum Beispiel der Einkaufsabteilung angepasst. Die Stückliste wird anschließend an die Entwicklung zurückgeleitet und automatisch abgeglichen.“

Produktionsmitarbeiter bei Grob arbeiten papierlos auf Basis gültiger Informationen im JT-Datenformat über Teamcenter Viewer auf Monitoren. Mithilfe einer NX-open-Applikation zum Extrahieren von Merkmalen aus NX-Modellen haben die IT-Experten von Grob die automatische Ableitung der Arbeitsabläufe implementiert. „Diese sind detailliert genug, um beispielsweise zwischen Schweiß- und Nietmuttern zu unterscheiden und deren Ausrichtung anzuzeigen“, sagt Stefan Schur, Gruppenleiter Manufacturing Support bei Grob. „Die auf Basis von NX automatisch generierten Arbeitsabläufe haben Fehler in der Produktion praktisch vollständig eliminiert.“

Als weiteres Beispiel für die Automatisierung der Konstruktion löst jede Konstruktionsfreigabe in Teamcenter in der ERP-Software einen Änderungsvorgang aus. Als praktische Auswirkung erzeugt die Software neben allen anderen Zeichnungen ein Dokument, in dem die Änderungen hervorgehoben sind.

Grob nutzt NX nicht nur für die Entwicklung und Produktion der Anlagen. Bei der Entwicklung einer neuen Technik aus dem Bereich der additiven Fertigung zur schnellen und wirtschaftlichen Produktion von Aluminiumteilen hat man die AF-Lösung von NX integriert. Diese ist mit der Slicer-Software verbunden, die alle für die Teilefertigung benötigten Informationen generiert. Anwender der AF-Maschinen von Grob erzeugen auch die Stützstrukturen der Teile über NX. „Mithilfe der Siemens-Software haben wir unsere digitale Transformation auf die Nutzer unserer Maschinen und Anlagen ausgedehnt“, schließt Lisiecki.

* Peter Kemptner ist freier Journalist. Weitere Informationen: Siemens Digital Industries Software in 51063 Köln, Tel. +49 221 20802-0

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