Globaler Rekord Umsätze im Rüstungssektor erreichen Höchstniveau

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Die Bedrohungslage und die Konfliktsituationen in der Welt führen dazu, dass die international agierenden Rüstungsunternehmen sich über wahre Umsatzrekorde freuen dürfen ...

Die Weltlage führt dazu, dass sich viele Länder bedrohter fühlen als noch vor wenigen Jahren. Damit steigen auch die Rüstungsausgaben, um sich zu schützen. Die 100 wichtigsten Rünsungsfirmen der Welt freuen sich, wie etwa Lockheed Martin mit dem neuen F-35-Kampfjet.(Bild:  Lockheed Martin)
Die Weltlage führt dazu, dass sich viele Länder bedrohter fühlen als noch vor wenigen Jahren. Damit steigen auch die Rüstungsausgaben, um sich zu schützen. Die 100 wichtigsten Rünsungsfirmen der Welt freuen sich, wie etwa Lockheed Martin mit dem neuen F-35-Kampfjet.
(Bild: Lockheed Martin)

Die 100 größten Waffenproduzenten der Erde konnten aufgrund der geopolitischen Lage ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und militärischen Dienstleistungen im letzten Jahr um währungsbereinigte 5,9 Prozent erhöhen, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri jetzt mitteilte. Diese Entwicklung führte schließlich zu einem gemeinsamen Umsatz von rund 679 Milliarden Dollar (rund 586 Milliarden Euro), was, wie betont wird, der höchste je verzeichnete Wert ist. Die Rüstungsplayer haben angesichts dieses Trends auch vielfach ihre Produktionskapazitäten erweitert, in neue Anlagen investiert und/oder Tochtergesellschaften gegründet, wie es weiter heißt. Vor allem der Ukrainekrieg und die Situation im Gazastreifen seien die Umsatztreiber. Schauen wir mal, wie sich das alles zusammensetzt, was die einzelnen Länder betrifft ...

Rüstungsmacher Nummer eins bleiben die USA

Gleich 39 der 100 weltgrößten Rüstungsunternehmen sitzen in den Vereinigten Staaten! Darunter befinden sich etwa der unangefochtene Spitzenreiter Lockheed Martin sowie RTX und Northrop Grumman auf Rang zwei respektive drei der Sipri-Rangliste. Zusammen kommen diese 39 US-Konzerne nach einem Zuwachs von 3,8 Prozent auf Rüstungsumsätze von 334 Milliarden Dollar, was also fast die Hälfte der weltweiten Summe ausmacht. Erstmals tauchte dabei auch das US-Raumfahrtunternehmen Spacex (Platz 77) von Multimilliardär Elon Musk in den Top 100 auf. Die Rüstungseinnahmen dieses Unternehmens haben sich laut Sipri innerhalb eines Jahres (auf 1,8 Milliarden Dollar) mehr als verdoppelt. Problemlos laufe die Waffenproduktion in den USA allerdings nicht, wie Sipri anmerkt. Denn bei der Entwicklung und Produktion zentraler US-Rüstungsgüter wie dem neuen Kampfjet F-35, bei U-Booten der Columbia-Klasse und bei der Interkontinentalrakete Sentinel beobachten die Schweden wohl Verzögerungen und Budgetüberschreitungen. Diese sorgten für Unsicherheiten, wann wichtige neue US-Waffensysteme und Upgrades für bestehende Systeme geliefert und eingesetzt werden könnten.

Deutsche Rüstungsfirmen spielen oben mit

Deutlich legten die 26 aufgeführten Rüstungsunternehmen in Europa (ohne Russland) zu, wie es weiter heißt. Denn ihre gesammelten Umsätze wuchsen um 13 Prozent (auf 151 Milliarden Dollar). Dieser Anstieg war mit der Nachfrage aufgrund des Krieges in der Ukraine und der wahrgenommenen Bedrohung durch Russland verbunden, merkt das Friedensforschungsinstitut dazu an. Die vier aufgeführten Konzerne aus Deutschland schafften dabei zusammen einen Umsatzsprung von 36 Prozent (auf 14,9 Milliarden Dollar). Ein wesentlicher Grund dafür war laut Sipri gestiegene Nachfrage nach bodengestützten Luftabwehrsystemen, Munition und gepanzerten Fahrzeugen. Deutschlands größter Rüstungskonzern heißt bekanntlich Rheinmetall und legte dabei besonders kräftig zu (um 47 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Dollar). Damit kletterte der Konzern in der Auflistung sechs Plätze nach oben und rangiert nun auf Platz 20. Auch Thyssenkrupp (Rang 61), Hensoldt (62) und Diehl (67) können sich über 2-stellige Umsatzerhöhungen freuen, womit sie ebenfalls jeweils mehrere Plätze nach oben rutschten. Airbus (Platz 13), MBDA (30) und KNDS (42) werden von Sipri als transeuropäische Konzerne eingestuft.

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