Konjunktur Auftragslage der elektrischen Automation weiterhin angespannt

Quelle: Pressemitteilung VDMA 2 min Lesedauer

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Wie der VDMA-Fachverband Elektrische Automation auf der SPS in Nürnberg mitteilte, rechnet er in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von 1 Prozent. Sollten sich die politischen Rahmenbedingungen verbessern, könnte es in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder aufwärts gehen.

Dr. Reinhard Heister, Geschäftsführer VDMA Elektrische Automation, gibt noch keine Entwarnung: Auch im nächsten Jahr wird der Auftragseingang bei den Automatisierern zurückhaltend sein.(Bild:  VDMA)
Dr. Reinhard Heister, Geschäftsführer VDMA Elektrische Automation, gibt noch keine Entwarnung: Auch im nächsten Jahr wird der Auftragseingang bei den Automatisierern zurückhaltend sein.
(Bild: VDMA)

Unter normalen Umständen blicken die Automatisierer immer zufrieden und zuversichtlich auf die Zahlen. Doch in den letzten Jahren reihte sich eine Krise an die andere, was sich auch in den Konjunkturdaten des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation widerspiegelt, die auf der SPS vorgestellt wurden.

Die Elektrische Automation verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein reales Auftragsplus von 5 Prozent, doch der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert. Auf Seite der Kunden würden Lagerbestände auf Komponentenebene abgebaut werden, aber es fehlen im Maschinen- und Anlagenbau weiterhin Aufträge, um die Auftragslage wieder auf eine stabile Basis zu heben. Die zuletzt unberechenbare Zollpolitik der USA hat hier für weitere Zurückhaltungen gesorgt. Aufgrund der Unsicherheiten werden neue Investitionen zurückgestellt und Investitionsentscheidungen verschoben. Insgesamt rechnet die Elektrische Automation für dieses Jahr mit einem Plus von 1 Prozent beim Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

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„Aufgrund der geopolitischen Herausforderungen erwartet die Branche für die erste Jahreshälfte 2026 eine weiterhin angespannte Auftragslage gegenüber 2025. Bei verbesserten politischen Rahmenbedingungen ist in der zweiten Jahreshälfte mit einem Aufwärtstrend zu rechnen“, prognostiziert Jörg Freitag, Vorstandsvorsitzender VDMA Elektrische Automation. Die Messe SPS hat zumindest für eine positive Stimmung gesorgt, wie Dr. Reinhard Heister, Geschäftsführer VDMA Elektrische Automation, erklärte: „Die Messe sendet gerade eine Botschaft: gute Gespräche und viele Besucher. Das legt nahe, dass die Unternehmen bereit sind, wieder zu investieren.“

Zukunftspfad: Digitalisierungschancen nutzen und klare Entlastungen durch die Politik

„Die fortschreitende Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und technologischen Innovationen im Produktionsbereich bieten die Chance zum Wachstum für die Elektrische Automation", sagt Freitag. Deshalb engagiert sich der VDMA Elektrische Automation in Digitalisierungsthemen wie Datenökonomie, Cyber Resilienz und Tools aus einer anwendungsorientierten Perspektive.

„Ungeachtet dessen ist es unerlässlich, nichtwertschöpfende Kostenbelastungen durch Bürokratie und Steuern sowie Energiepreise und Lohnnebenkosten wirksam in den Griff zu bekommen. Diese Kosten müssen deutlich reduziert werden, um international wieder wettbewerbsfähig zu werden", betont Jörg Freitag.

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