Themen und Trends Unterstützung für das Anlaufmanagement
Transparenz in Planung und Steuerung beschleunigt den Produktionsablauf und reduziert die Prozesskosten.
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Ohne Informationstechnik sind Produktionsprozesse heute nicht mehr denkbar. Deshalb benötigt ein effizientes Anlaufmanagement eine entsprechende IT-Architektur. Mit Portalen und Informationsdrehscheiben können die Mitarbeiter alle relevanten Informationen aus den beteiligten Systemen und Anwendungen effizient verarbeiten. Durch die gewonnene Transparenz in der Anlaufplanung und -steuerung lassen sich Anläufe beschleunigen und Kosten im Anlaufprozess reduzieren.Eine IT-Architektur für ein effizientes Anlaufmanagement muss nicht nur Planung und Steuerung des Serienanlaufs optimal unterstützen, sondern auch helfen, Störungen und Änderungen zu identifizieren und Korrekturen vorzunehmen. Außerdem sollte die Architektur temporär Zulieferer beziehungsweise Partner einbinden können: In der Automobilindustrie zum Beispiel liegt der Wertschöpfungsanteil von Zulieferern und Auftragsfertigern bei 25 bis 30%. Häufig sind diese Partner bereits am Anlaufprozess beteiligt.IT-Rahmenwerk für den ProduktionsanlaufEin IT-Rahmenwerk, das diese Anforderungen erfüllt, hat beispielsweise HP Services entwickelt. Die Architektur basiert auf einem Ansatz des Fraunhofer-Instituts und besteht im Wesentlichen aus einem so genannten Ramp-up-Portal, einer Ramp-up-Plattform sowie zentralen Diensten für die bereichsübergreifende Nutzung. Das Ramp-up-Portal sorgt für den zentralen Zugang zu allen Prozessen des Anlaufmanagements. Auf Basis einer service-orientierten Architektur (SOA) sind über einheitliche Schnittstellen alle relevanten Workflows und ihre Daten zusammengefasst. Dabei geht es nicht nur um die Informationen aus dem Vorproduktions- sowie dem Produktionsbereich: Auch Prozesse aus dem Rechnungswesen und Prozesse der Zulieferer werden eingebunden. Die notwendige Datenbasis für das Portal liefert die Ramp-up-Plattform. Sie dient als operationaler Datenspeicher (ODS), in dem alle Informationen in Echtzeit zusammengeführt werden. Standardisierte Services für die Integration von Anwendungen bilden die technische Grundlage. Über diese Plattform werden virtualisierte Ressourcen – unter anderem aus Entwicklung und Produktion – zur Verfügung gestellt. Dabei verwaltet der integrierte Datenspeicher ODS nicht nur Stamm- sondern auch Bewegungsdaten, die sich im Laufe des Geschäftsprozesses verändern. So entsteht eine konsolidierte Datenbasis, die rund um die Uhr - 24 ? 7 - verfügbar ist.Schneller kommunizieren und schneller am MarktEine optimierte IT-Plattform für das Anlaufmanagement stellt Services bereit, die abteilungs- und unternehmensübergreifend nutzbar sind. Eine Anwendung für die Planung des gesamten Prozessnetzes sollte ebenso zu diesen zentralen Diensten gehören wie ein Frühwarnsystem und eine Lösung für das Fehlermanagement. Empfehlenswert ist außerdem, Anwendungen für Simulationen, das Change Management und den Aufbau einer Wissensbasis bereichsübergreifend zugänglich zu machen.Setzt das Unternehmen bei der Implementierung auf IT-Standards, kann es Workflows, Applikationen und Daten auf der Plattform einfach zusammenführen und effizient miteinander verknüpfen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, lassen sich Daten aus dem Anlaufprozess unternehmensweit in Echtzeit analysieren und Informationen über Störungen unverzüglich an andere Systeme weitergeben. Die betroffenen Abteilungen können so schneller auf Änderungen reagieren. Dies verkürzt den Anlaufprozess deutlich, so dass schneller ein gutes Produkt auf den Markt gebracht werden kann. Zudem lassen sich die Daten im Controllling nutzen.