Dicke Luft! Verärgerter Mittelstand will von der Regierung endlich Aktionen sehen

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Der deutsche Mittelstand ist angesichts vieler Probleme mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Es müsse jetzt endlich gegengesteuert werden ...

„Wo bleiben seitens der Bundesregierung die dringend nötigen Entlastungen für den deutschen Mittelstand“, fragt sich Jörg Dittrich, der Handwerkspräsident. Es sei lange genug nur geredet worden, der Mittelstand beginne zu bröckeln ...(Bild:  HWK)
„Wo bleiben seitens der Bundesregierung die dringend nötigen Entlastungen für den deutschen Mittelstand“, fragt sich Jörg Dittrich, der Handwerkspräsident. Es sei lange genug nur geredet worden, der Mittelstand beginne zu bröckeln ...
(Bild: HWK)

Handwerkspräsident Jörg Dittrich machte vor einem Mittelstandsdialog in Berlin mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) klar, dass der Mittelstand dringend eine Politik braucht, die endlich anpackt und Probleme nicht nur vor sich herschiebt. Der Mittelstand als Fundament der Wirtschaft bröckelt, wenn nicht bald etwas geschehe, mahnt Dittrich. Und Ralf Stoffels, Vizepräsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, kommentiert angesichts der jahrelangen Schwächephase der Wirtschaft, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Blick auf die weltweite Konkurrenz nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Vor allem zu hohe Energiekosten und die zu ambitionierte Umsetzung von EU-Standards würden lähmend sein. Ministerin Reiche bezeichnete den Mittelstand schließlich selbst als Herz, Rückgrat und Kraftzentrum der deutschen Wirtschaft.

Betriebe brauchen jetzt rasch spürbare Entlastungen

Der Staat muss also wieder mehr Freiräume für Unternehmen schaffen. Der Mittelstand hat ihrer Meinung nach aber in den vergangenen Monaten den falschen Eindruck bekommen, ein Stück hinten herunterzufallen. Dittrich forderte erneut den Abbau der überbordenden Bürokratie. Er nannte etwa die Abschaffung der Bonpflicht. Sehr enttäuscht ist der Mittelstand aber nicht zuletzt über die Entscheidung der Bundesregierung, entgegen der Ankündigung im Koalitionsvertrag, die Stromsteuer nicht für alle zu senken. Dazu forderte Dittrich die Regierung deshalb nun erneut auf. Reiche dazu: „Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2026 angedeutet, dass er sich dafür Spielräume vorstellen kann. Man wartet nun auf seine Vorschläge.“ Dittrich verdeutlichte einmal mehr, dass die KMU Rückenwind brauchen, um nötige Entlastungen im betrieblichen Alltag schnell zu spüren. Neue Prüfmaßnahmen und Kommissionen – etwa zur Reform des Rentenmodells – brächten da gar nichts.

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