Top-Thema Usability in der Industrie

Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Einfachheit ist Trumpf! Das gilt auch für die Industrie, wo Bedienkonzepte und Steuerungen häufig immer noch zu kompliziert sind. Warum das ein Fehler ist, zeigt unser aktuelles Top-Thema.

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(Bild: ©1STunningART - stock.adobe.com; [M] D. Kron)

Wird von Apple als dem Erfinder des Smartphones gesprochen, gibt es immer einen kundigen Gesprächsteilnehmer, die oder der betont, dass Blackberry schon viel früher Mobiltelefone mit entsprechenden Funktionen auf den Markt gebracht hatte. Während Apples Technologie die Welt im Sturm eroberte, war der Blackberry immer ein Nischenprodukt mit Anwendungen fast ausschließlich im Business-Umfeld.

Es wäre zu einfach, den Grund für diesen doch sehr unterschiedlichen Erfolg einfach nur in Apples Marketingabteilung zu suchen. Dieses Marketing hätte ohne den wichtigsten Erfolgsfaktor der Produkte aus Cupertino nämlich keine Wirkung entfalten können. Gemeint ist natürlich die intuitive Bedienbarkeit. Der Nutzer mag – oder in manchen Fällen liebt – seinen Apfel, weil er sich eben komfortabel nutzen lässt. Keine lange Sucherei nach Funktionen oder Einstellungen und wenn man das Gerät braucht, ist es bereit.

Usability in der Industrie

Bei Industrieprodukten spielte die Usability, oder sagen wir einfach komfortable Bedienbarkeit, lange keine Rolle. Gerne geht man hier ja davon aus, dass diese Fragestellungen alleine eine Sache für Consumer-Produkte sind. Das ging an manchen Stellen so weit, dass besonders große Komplexität in der Bedienung mit einer besonders professionellen, weil umfangreichen Lösung gleichgesetzt wurde. Ein durchaus verbreiteter Irrglaube, man beachte den Vortext dieses Beitrags. Wie sich die Zeiten doch ändern können. Heute, da alle Beteiligten, vom Firmenlenker bis zum Werker, die komfortable Bedienung der heimischen Geräte gewohnt sind, erwartet man diesen ehemaligen Luxus auch im Arbeitsumfeld. Und mittlerweile hat auch der Letzte verstanden, dass es die Produktivität nicht unbedingt steigert, wenn sich Maschinenbediener durch unzählige Menüs klicken müssen.

Programmierung für alle

Tatsächlich gehen einige bereits einen Schritt weiter und Low Code ist das neue Trendschlagwort. Ziel ist es hierbei, sogar die Programmierung von Systemen so einfach und intuitiv zu gestalten, dass nahezu jeder damit umgehen kann. Das ist nicht nur praktisch, sondern beispielsweise auch ein Weg, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Einige weitere Beispiele für „easy-to-use“ in der Industrie und gute Gründe dafür, dass auch Sie mit zu viel Kompliziertheit Schluss machen sollten, finden Sie in den Beiträgen unseres folgenden Titelthemas:

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt