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Wie schätzen Sie die Bedeutung des chinesischen Marktes im neuen Jahr ein? Zum einen treten chinesische Unternehmen immer häufiger als Wettbewerber auf, zum anderen mehren sich die Zeichen für eine Überhitzung der chinesischen Wirtschaft.
Kapp: China hat 2009 trotz Nachfragerückgangs bei den deutschen Werkzeugmaschinen-Exporten noch zweistellig zugelegt. Wir erwarten für 2010, dass der chinesische Markt weiterhin stabil bleibt. Als Wettbewerber fürchten wir die Chinesen kurzfristig eher weniger, obwohl deren Eigenproduktion qualitativ schneller als erwartet zulegt. Zudem verfügen sie über gut gefüllte Kassen. Das mag dazu führen, dass sie sich das notwendige Know-how einkaufen und uns quasi im Quereinstieg Konkurrenz machen.
In welchen weiteren zwei Ländern können sich Werkzeugmaschinenbauer besonders gute Chancen ausrechnen?
Kapp: Generell kann sich der deutsche Werkzeugmaschinenbau überall in der Welt sehr gute Chancen ausrechnen, wenn die Nachfrage wieder anzieht, denn unsere Produkte sind gut und unsere Unternehmen sind wettbewerbsfähig. Das gilt für die Schwellenländer, die sogenannten BRIC-Staaten, ebenso wie für anspruchsvolle Hochtechnologiemärkte in Europa und den USA.
Rechnen Sie angesichts des prognostizierten geringen Wirtschaftswachstums mit einer Insolvenzwelle in Ihrer Branche im neuen Jahr? Besteht in der Kreditklemme eine ernsthafte Gefahr?
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