Elektromotoren VEM Motors Thurm nimmt neues V&S-Prüffeld in Betrieb
Das neue Prüffeld von Vogelsang & Benning (V&S), Bochum, für VEM Motors Thurm hat seinen Probelauf bestanden. Für den Zwickauer Elektromotorenhersteller sind die 1,5 Mio. Euro eine gute Investition, denn Energiesparmotoren erfordern Messverfahren mit extremer Genauigkeit, verbesserten Messmitteln und einer höheren Prüfqualität.
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Für einen Auftrag musste VEM Motors Thurm Motoren bei Umgebungsbedingungen bis 60 °C prüfen. Dazu wurden die Motoren mit bis zu 12 Temperaturaufnehmern bestückt. In umfangreichen Versuchen wurde nachgewiesen, dass die Motoren im Fehlerfall keine unzulässige Erwärmung erfahren.
Dabei konnte Vogelsang & Benning auf langjährige Erfahrungen mit seinen Prüfanlagen zur Prüfung von Motoren mit erhöhter Schutzklasse, z.B. Ex-Schutz, druckfeste Kapselung, Atex-Prüfungen, zurückgreifen.
Zahl der notwendigen Prüfungen hat sich verzehnfacht
Die Gründe, die den Zwickauer Motorenbauer dazu bewogen haben, das neue Typen- und Versuchsfeld bauen zu lassen, sind vielfältig. „Seit 2011 die EU-Regelung zur Einführung von Mindestwirkungsgraden bei Motoren in Kraft trat, hat sich die Zahl der notwendigen Prüfungen verzehnfacht“, verweist Gruner auf die stark gestiegenen Anforderungen, „die mit der alten Anlage in keinem Fall mehr zu bewältigen waren“.
Dank der neuen Technik kann VEM motors Thurm die Motorenprüfungen nun automatisiert durchführen. Die Motoren werden hierzu mechanisch und elektrisch kontaktiert und die Prüfungen werden nacheinander automatisch abgefahren.
Dem mehrstündigen Erwärmungslauf folgt automatisch ohne weiteren Bedienereingriff die Wirkungsgradbestimmung nach DIN 60034-2-1 und die Klassifizierung in die Effizienzstufen IE1, IE2, IE3 nach DIN EN 600034-30. Das spart enorm viel Zeit. Manuelle Tätigkeiten zwischen den Prüfungen entfallen.
Prüfanlage erlaubt Rückführung elektrischer Energie
Durch das Konzept einen Prüfplatz mit zwei Belastungseinrichtungen auszurüsten, kann während auf einer Belastungseinrichtung geprüft wird, auf der zweiten Belastungseinrichtung der nächste Versuch bereits vorbereitet werden. Die Messgeräte können somit rationeller und damit optimal genutzt werden. Ein weiteres Plus: Die Anlage erlaubt die Rückführung elektrischer Energie. Nur die bei den Prüfungen entstehenden Verluste werden aus dem Netz entnommen, mit dem Ergebnis, dass der Energieverbrauch signifikant sinkt.
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