Instandhaltung

Verbesserte Strahldüse für das CO2-Schneestrahlen

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Am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin wurde eine Düse für das Strahlen mit CO2-Schnee entwickelt. Dabei wurden mehrere Ziele verfolgt. So sollte zum einen der Druckluftverbrauch auf ein Minimum reduziert und zum anderen eine möglichst hohe Abrasivität erreicht werden. Ein weiteres Ziel war die Integration des CO2-Schneestrahlens in bestehende Anlagen und Maschinen, weshalb die Düse eine geringe Baugröße haben sollte.

Das Problem wurde durch Entwicklung eines vollständig neuen Funktionsprinzips gelöst, das in Deutschland patentiert wurde. Patentanmeldungen in verschiedenen anderen Ländern sind derzeit in Arbeit. Die Patentagentur Ipal der TU Berlin ist auf der Suche nach Lizenznehmern für die Vermarktung der Düse (Bild 1).

Seriennahe Strahldüse zur Erprobung bei potenziellen Anwendern

Mit einem ersten Prototyp wurde die Umsetzbarkeit des Funktionsprinzips bestätigt. In dieser Entwicklungsphase hatte die Düse jedoch eine inhomogene Strahlleistung.

Aus diesem Grund wurde das österreichische Ingenieurbüro Berto Product Engineering in Graz mit der Verbesserung des Systems beauftragt. Nach nur sechs Monaten Entwicklungszeit steht nun eine seriennahe Strahldüse für interessierte Nutzer zum Test bereit.

Neuer Strahldüsen-Prototyp bietet bessere Homogenität und Abrasivität

Vergleichstests zeigten eine deutliche Verbesserung der Homogenität und der Abrasivität im Vergleich zum ersten Prototypen (Bild 2). Bei 8 bar Strahldruck benötigt das System 600 bis 800 l Druckluft pro Minute und etwa 32 kg CO2 in der Stunde, so dass der Forderung nach einer effizienten Nutzung von Ressourcen nachgekommen wird.

Somit stellt die entwickelte Düse eine wertvolle Ergänzung im Bereich des Strahlens mit festem CO2 dar, wodurch neue Anwendungsfelder erschlossen werden können. Das System lässt sich vielfältig weiterentwickeln, weil es in der Größe frei skalierbar ist und an spezifische Reinigungsaufgaben angepasst werden kann.

Dipl.-Ing. Ralf Polaczek ist Projektmanager bei der Patentagentur Ipal der TU Berlin; Dipl.-Ing. Robert Veit ist Inhaber und Leiter des Ingenieurbüros Berto Product Engineering in Graz/Österreich.

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