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Komplettbearbeitung nach Wärmebehandlung
Ein externes Beladesystem mit entsprechenden Zusatzeinrichtungen zum Schleudern der Bauteile wie etwa zum Ausschleusen ist nicht mehr erforderlich. Durch die Integration der genannten Funktionalitäten in den Maschinenaufbau können außerdem die bisher nötigen Rüstprozesse deutlich reduziert werden. Weil zum Beispiel die Bauteile vom Spannmittel direkt vom Band aufgenommen werden, können die üblichen werkstückabhängigen Greifer entfallen.
Das über die NC-Achsen anfahrbare Ausrichtsystem eliminiert den manuellen Einstellvorgang. Die integrierte Schleuderfunktion ersetzt außerdem eine externe Schleudereinrichtung und der entsprechende Rüstaufwand dafür entfällt. Auf Seiten des Schleifwerkzeuges verfügt die Maschine standardmäßig über eine halbautomatische Rüstsequenz, mit der die Schleifschnecke ohne Werkzeug gewechselt und in einer für den Bediener ergonomisch günstigen Position bereitgestellt werden kann.
Völlig neu für die Verzahnungshartbearbeitung ist auch die Möglichkeit zu einem vollautomatischen Wechsel der Spannmittel. Durch die Kombination von HSK-Schnittstelle am Spannsystem und Pick-up-Funktionalität der Werkstückspindeln, können die benutzten Spannmittel automatisch in einen Spannmittelträger abgelegt und neue Spannelemente aufgenommen werden. Ein manueller Eingriff ist dafür nicht mehr erforderlich.
Erweiterte Grenzen in der Zahnradfertigung
Mit allen integrierten Funktionalitäten ist ein durchgängiges Maschinenkonzept entstanden, das nicht nur kürzere Bearbeitungszeiten ermöglicht, sondern auch die für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage gleichermaßen relevanten Faktoren wie die Peripheriekosten, die Rüstaufwände, den Platzbedarf sowie den Schulungsaufwand berücksichtigt. Betrachtet man die komplette Prozesskette für hartfeinbearbeitete Zahnräder nach der Wärmebehandlung, zeigt sich noch ein Vorteil der Kapp KX 100 Dynamic: Durch das Pick-up-Konzept kann die Maschine einfach mit einer vertikalen Pick-up-Dreh-/Schleifmaschine und zentralem Bereitstellungsband zu einer kompletten Fertigungszelle zur Zahnrad-Hartfeinbearbeitung kombiniert werden. Diese Bearbeitungszelle – als Weisser-Kapp Multicell bezeichnet (Bild 6) – erweitert die bisherigen Grenzen zur wirtschaftlichen Komplettbearbeitung von wärmebehandelten Zahnrädern bis zu einem maximalen Werkstückdurchmesser von 125 mm.
* Friedrich Wölfel ist Leiter Technologieentwicklung und Produktmanagement bei der Kapp GmbH in 96450 Coburg.
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