Metallbearbeitungs-Abfälle Verdampferanlagen senken Entsorgungskosten von Flüssigabfällen aus der Metallbearbeitung

Autor / Redakteur: Patrick Fischer / Stéphane Itasse

Die Entsorgung von verbrauchten Kühlschmierstoffen und anderen Flüssigabfällen aus der mechanischen Metallbearbeitung ist oft mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden. Durch eine Volumenreduzierung mit Verdampfer- oder Ultrafiltrationsanlagen können Entsorgungs- und Transportkosten stark reduziert werden.

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Durch den Entzug von Wasser mittels Verdampferanlagen können die zu entsorgenden Mengen an wässrigen Abfällen um circa 90% reduziert werden. Neben der Entlastung des Straßenverkehrs steht natürlich für den Verursacher des Abfalls vor allem die Reduzierung der Entsorgungskosten im Vordergrund. Die bei der mechanischen Bearbeitung eingesetzten Kühlschmierstoffe werden durch verschiedene Verfahren wie die Filtration und durch Zugabe von Chemikalien so lange wie möglich genutzt.

Kühlschmierstoff-Entsorgungskosten regional unterschiedlich

Es kommt aber der Tag, an dem der Kühlschmierstoff neu angesetzt werden muss sowie der alte verworfen wird. Die Entsorgungskosten für einen Kubikmeter verbrauchter Emulsion sind regional unterschiedlich. Preise im Bereich von 45 bis 100 Euro pro Kubikmeter sind aber durchaus realistisch.

Leicht können hier die Entsorgungskosten zu einem unberechenbaren Kostenfaktor werden, zumal gerade in wirtschaftlich guten Zeiten die Preise der Entsorgungsunternehmen deutlich anziehen. Dies liegt auch daran, dass die Kapazitäten zur Behandlung dieser Abfälle begrenzt sind.

Kosten für Kühlschmierstoff-Entsorgung fallen ins Gewicht

Je nach Größe eines Betriebes fallen im Schnitt circa 2 bis 12 m³ verbrauchter Kühlschmierstoff oder andere Abwässer pro Tag an. Geht man von einem durchschnittlichen Betrieb mit etwa 6 m³ pro Tag aus, ergibt dieses bei 260 Arbeitstagen ein zu entsorgendes Volumen von 1560 m³ im Jahr.

Durch den Einsatz einer Verdampferanlage kann das zu entsorgende Abwasservolumen auf 100 bis 156 m³ im Jahr reduziert werden. Dieses bedeutet eine 90-prozentige Reduzierung des Entsorgungsvolumens sowie der notwendigen Transporte. Eine typische Altemulsion ist in der Regel neutral bis alkalisch und im Wesentlichen verunreinigt durch Schwermetallionen wie Eisen, Kupfer, Zink und Bor, Tenside, Öle und Fette sowie Salze.

Destillate von Flüssigabfällen enthalten weniger Verunreinigungen

Die Lösungen zeichnen sich durch einen hohen CSB-Wert ( >10 000mg/l) und hohe Leitfähigkeit aus ( >1000 µS/cm). Die Tabelle (siehe Bildergalerie) zeigt eine Analyse mit den wichtigsten Inhaltsstoffen einer verbrauchten Kühlschmierstoffemulsion sowie Angaben zur erreichten Qualität im vom Verdampfer erzeugten Destillat.

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