Metallbearbeitungs-Abfälle

Verdampferanlagen senken Entsorgungskosten von Flüssigabfällen aus der Metallbearbeitung

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Zur Aufkonzentrierung von Abwässern stehen verschiedene Verdampferverfahren zur Verfügung. Im Wesentlichen unterscheiden sich diese durch die Verdampfungstemperatur, den zu erzielenden Konzentrationsfaktor, das Reinigungssystem und den Energieverbrauch.

Verschiedene Verdampfer zur Auswahl

Die Verdampfermarke Evaled des Veolia-Konzerns bietet eine umfassende Auswahl an verschiedenen Typen:

  • Für kleinere Abwassermengen werden häufig Vakuumverdampfer (Typ E) mit Wärmepumpe und Zwangsumlaufsystem eingesetzt. Der Vorteil ist die niedrige Verdampfungstemperatur von 30 bis 40 °C, welche Verkrustungen vermeidet und auf diese Weise lange für kontinuierliche Bedingungen sorgt. Die erzeugte Destillatqualität ist sehr gut; der Verdichter, welcher das Herzstück einer jeden Verdampferanlage ist, kommt nicht in Kontakt mit dem erzeugten Kondensat. Diese Systeme arbeiten robust und zuverlässig.
  • Wird eine höhere Aufkonzentrierung gewünscht oder ist in dem Ausgangsmedium der Anteil von Öl und Feststoffen recht hoch, bieten sich Vakuumverdampfer (Typ R) mit Wärmepumpe und einem Schabersystem im Kessel an. Durch ständiges „Abschaben“ der Heizfläche wird diese freigehalten. Das System reinigt sich kontinuierlich selbst während des Verdampfungsprozesses. Aufwendige Reinigungsarbeiten entfallen. Eingesetzt werden solche Verdampfer beispielsweise als zweite Stufe hinter einem Standardverdampfer oder nach einer Ultrafiltrationsanlage, um das Konzentrat weiter einzudicken.
  • Die sogenannten Brüdenverdichter (Typ TC) zeichnen sich durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch aus. Die Verdampfungstemperatur liegt bei circa 85 °C. Auch hier wird das sogenannte Zwangsumlaufsystem eingesetzt, um den Wärmeaustauscher möglichst lange freizuhalten und Reinigungszyklen deutlich zu reduzieren. Nachteilig wirkt sich die hohe Verdampfungstemperatur der Brüdenverdichter auf die Destillatqualität und die Schaumbildung aus. Da der Verdichter bei den Brüdenverdampfern in direkten Kontakt mit dem erzeugten Dampf kommt, ist hier auf die richtige Materialauswahl zu achten beziehungsweise darf das Medium nicht zu aggressiv sein.
  • Für spezielle Anwendungen oder für Kunden, die zur Energieversorgung Heiß- und Kaltwasser bereitstellen können, gibt es die Vakuumverdampfer Typ EW und RW. Die Besonderheit des RW-Verdampfers ist, dass man mit dieser Anlage bis zu einem Feststoff aufkonzentrieren kann. Dadurch wird eine extreme Volumenreduzierung erzielt beziehungsweise kann im Konzentrat zum Beispiel ein sehr hoher Ölanteil erreicht werden, welcher die Entsorgung einfacher macht, da dieses Konzentrat gut zur Verbrennung ist.

Unterschiedlicher Verdampfertypen für unterschiedliche Anforderungen

Abhängig davon, wie sich das Abwasser des Kunden darstellt, sollte man Vor- und Nachteile der einzelnen Verdampfertypen gegenüberstellen, um das am besten geeignete Verfahren dem Kunden anbieten zu können. Weil das Destillat in den meisten Fällen nur gereinigtes und entsalztes Wasser ist, sollte versucht werden, dieses weitgehend in den Produktionsprozess zurückzuführen. Dadurch werden ebenfalls eine Einleitung in die Kanalisation und die damit verbundenen Kosten für die behördliche Genehmigung vermieden.

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