Meinungswende Mehr Bundesbürger haben mit privaten Rüstungsinvestitionen kein Problem

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Neue Ansichten! Das Vergleichsportal Verivox hat laut dpa eine Studie erarbeitet, die belegt, dass gut 56 Prozent der Deutschen private Investitionen in die Rüstung moralisch als vertretbar ansehen ...

Steilvorlage ins monetäre Ziel! Gab es vor dem Ukrainekonflikt noch viele Bedenken von Bürgern, privates Geld in Rüstungsfirmen zu stecken, so hat sich die Meinung mit Blick auf die derzeitige globale Lage offensischtlich deutlich geändert ...(Bild:  Rheinmetall)
Steilvorlage ins monetäre Ziel! Gab es vor dem Ukrainekonflikt noch viele Bedenken von Bürgern, privates Geld in Rüstungsfirmen zu stecken, so hat sich die Meinung mit Blick auf die derzeitige globale Lage offensischtlich deutlich geändert ...
(Bild: Rheinmetall)

Gut 56 Prozent der von Verivox Befragten finden, dass private Investments in die Rüstungsbranche vertretbar sind. Demnach finden es 21,4 Prozent der Befragten sogar auf jeden Fall vertretbar. Und 34,9 Prozent halten das für eher vertretbar. Demgegenüber finden aber fast 31 Prozent private Rüstungsinvestments als eher verwerflich. Fast 13 Prozent lehnten sie sogar entschieden ab, zeigt die Umfrage, für die das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Mai 1.012 Personen befragt hat. Ob es legitim ist, wenn Privatanleger mit Investments bei Waffenherstellern selbst Geld verdienen wollen, ist also auch heute noch umstritten. Aber die Nadel des Moralkompass hat sich durchaus deutlich gedreht. Denn in einer Verivox-Umfrage von 2022 – vor dem russischen Überfall auf die Ukraine – hatten noch 53 Prozent Bedenken, ihr Geld in Rüstungsfirmen zu stecken. Seit dem Ukrainekrieg sind aber auch die Aktien von Rüstungsunternehmen horrend in die Höhe geschossen.

In Sachen private Investitionen in die Rüstung zeigt sich auch das:

Die Aussicht auf höhere staatliche Verteidigungsausgaben hat viele der Papiere bekanntlich sogar auf Rekordstände getrieben. Und die USA drängen darauf, dass Europa mehr Geld in seine Rüstung investiert. Beim Nato-Gipfel (24. Juni) in Den Haag soll schließlich unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump vereinbart werden, künftig mindestens 3,5 Prozent des nationalen Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung fließen zu lassen. Die Verivox-Umfrage arbeitet außerdem heraus, dass Männer solche Investments als vertretbarer ansehen (rund 64 Prozent) als Frauen. Aber auch die Unsicherheit, ob die USA einem angegriffenen Nato-Land beistehen würden, beeinflusse die Akzeptanz von Investments in den Waffensektor. Denn rund 30 Prozent der Befragten finden private Rüstungsinvestments vertretbarer als vor der Trump-Regierung. Dagegen finden das 18 Prozent nun problematischer. Auch gehen die Meinungen darüber auseinander, ob als nachhaltig eingestufte Fonds in Rüstungsfirmen investieren dürfen – 44 Prozent der Befragten finden das richtig, 37 Prozent falsch.

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