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Realistisch gesehen, gibt es die ideale Verbindung nicht – also eine Verbindung, die in jedem System und bei allen möglichen Parameteranforderungen absolute Leckfreiheit bietet. Es lohnt sich jedoch, die verschiedenen derzeit erhältlichen Arten von Verschraubungen einer näheren Betrachtung zu unterziehen.
Energie-Management für effizientes Betreiben von Fluidsystemen notwendig
Unabhängig vom gewählten Verbindungstyp muss ferner dem richtigen und effizienten System-Management eine hohe Priorität eingeräumt werden. Beim Betreiben eines leistungsfähigen Fluidsystems ist die Einführung eines Energie-Management-Programms ein wichtiger Faktor.
Die gegen Vibration und Ermüdungserscheinung widerstandsfähigste Fitting-Verbindung sind Rohrstumpf-Schweißfittings. Deren Vibrations- und Ermüdungsfestigkeit bestimmt sich aus der Höhe der Beanspruchung und der Qualität der hergestellten Verbindung.
Jedoch haben Rohrstumpf-Schweißverbindungen einige Nachteile: Wegen der erforderlichen Schweißausrüstung und der speziellen Personalschulung ist diese Verbindungsart kostspielig. Darüber hinaus ist der Zeitaufwand für das Installieren stumpfgeschweißter Rohrverbindungen im System höher als bei anderen Installationsarten.
Letztendlich ist die Zugänglichkeit zu Fluidrohrsystemen bei Wartungsarbeiten minimal, sofern das Wartungspersonal nicht darauf eingerichtet ist, sich mit Taschenlampe und Eisensäge einen Weg durch das System zu bahnen.
Gewindefittings bei Rohrverbindungen am gebräuchlichsten
Die gebräuchlichste Art der Rohrverbindung bei Fluidsystemen sind Gewindefittings, besonders NPT-Fittings. Seit man sich mit Rohrverbindungen beschäftigt, sind sie in der Industrie das „Arbeitspferd“: NPT-Fittings (National Thread Pipe) haben sowohl kegelige Innen- als auch Außengewinde.
Das eigentliche Dichtung ist eine Crush Seal – Quetschdichtung – zwischen den zu verbindenden Metallflächen. Das heißt: Die Abdichtung findet auf den Gewindeflanken, den Gewindespitzen und dem Gewindegrund statt.
Aufgrund der Affinität eines Metalls zu sich selbst frisst sich das Material bei der Montage fest und zerreißt, insbesondere wenn Kohlenstoffstähle oder Edelstähle gepaart werden. Vor dem Einschrauben von NPT-Gewindeverbindungen ist ein Schmiermittel oder ein Dichtmittel mit schmierender Wirkung auf das Außengewinde aufzubringen, damit es nicht beschädigt wird.
Ein etabliertes Gewindedichtmittel sind PTFE-Bänder. Wird Schmiermittel oder PTFE-Dichtband an den Gewindespitzen, den Gewindeflanken oder dem Gewindegrund verwendet, ist auf Folgendes zu achten:
- Die Anwendung von Bandmaterial sollte auf zwei oder drei Windungen um das Außengewinde begrenzt bleiben; dies ist bei den meisten Bändern völlig ausreichend.
- Das Band darf niemals über das Ende des ersten Gewindeganges geschlungen werden, weil es dann zerfasern, in das Fluidsystem eindringen und das Innere von Systemkomponenten beschädigen kann.
- Vom Ende des Fittings auf das Gewinde gesehen, sollte das Umwickeln im Uhrzeigersinn erfolgen. Wenn die falsche Richtung gewählt wird, kann das Band keine Schmierwirkung entfalten, es besteht Leckagengefahr.
- Das überschüssige Band wird abgetrennt und das freie Ende straff um die Gewindegänge gezogen. Mit Daumen und Zeigefinger wird das Band dann am Überlappungspunkt festgedrückt. Drücken sich die Gewindespitzen durch das Band, besteht die Gefahr des Festfressens. In diesem Fall ist also zusätzliches Band nötig.
- Wird die Verbindung später auseinandergeschraubt, muss man das alte Band entfernen, bevor das neue aufgebracht wird. Bei einer Wiedermontage könnte ein altes, nicht entferntes Band zur Leckage führen.
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