Rohrleitungen

Vermeiden von Leckagen spart Energie

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Klemmverschraubungen gehören zu den ersten schraubbaren Rohrverbindungen am Markt. Sie bestehen aus drei Komponenten: der Überwurfmutter, dem Körper mit Dichtring sowie dem Klemmring. Bei dieser Verbindung ist am Rohr ein Reibschluss wirksam (Bild 2).

So liegt ein Vorteil darin, dass für das Zusammensetzen im Gegensatz zu Rohrverbindungen, bei denen Gewindestrehler und Schneideisen erforderlich sind, keinerlei Spezialwerkzeuge benötigt werden. Des Weiteren können die Dichtungen linienförmig sein und in einem kleinen Bereich eine überaus hohe Kraft erzeugen, wodurch eine der effektivsten Metall-Metall-Dichtungen entsteht.

Klemmschraubungen als Rohrverbindung nur für niedrigen Druck

Dieser Verbindungstyp ist jedoch infolge des Reibschlusses nur für geringe Drücke geeignet. Er kann nur aus wenigen Werkstoffen hergestellt werden – in den meisten Fällen ist es Messing – und funktioniert in Systemen mit Vibrationen, thermischen Zyklen und anderen dynamischen Kräften nur unbefriedigend.

Bördelverschraubungen bestehen aus drei Komponenten: der Überwurfmutter, der Hülse sowie dem Körper mit Bördel oder kegeligem Ende. Die Hülse wird in manchen Fällen als selbstbördelnd ausgeführt, gewöhnlich bei geringen Wanddicken oder weicheren Rohrwerkstoffen.

Im Vergleich zu den ursprünglichen Klemmverschraubungen ermöglichen Bördelverschraubungen höhere Drücke und weiter gefasste Systemparameter. Sie werden in einer größeren Werkstoffvielfalt hergestellt und decken einen größeren Dichtbereich ab, was eine Nachbearbeitung bei der Wartung möglich macht.

Allerdings sind spezielle Bördelwerkzeuge erforderlich, um die Rohre für die Installation vorzubereiten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch das Bördeln erhöhte Spannungen an der Basis der Bördelung oder bei dünnen oder spröden Rohren axiale Risse entstehen. Bei mit mangelhaften Rohrschneidern oder schlechten Eisensägen ungleichmäßig abgeschnittenen Rohren ergibt sich eine ungleichmäßige Dichtfläche.

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