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Bild 3 zeigt die unbearbeitete Hauptschneide eines 10 mm Spiralbohrers aus Hartmetall. Bild 4 gibt den Schneidkantenradius vor der Bearbeitung wieder. Die gespannten Werkzeuge werden durch ein spezieles Granulat im Arbeitsbehälter gezogen. Dieses Schleifmedium wird entsprechend den Anforderungen hinsichtlich der Kantenverrundung und der Oberflächengüte ausgewählt.
Für den Bearbeitungsprozess stehen verschiedene Parameter zur Verfügung. Das eingesetzte Bearbeitungsmedium (Granulat), die Drehrichtung, die Drehzahl, die Bearbeitungszeit, die Eintauchtiefe, die Größe und die Geometrie des zu bearbeitenden Werkzeugschneidkanten sind im Wesentlichen verantwortlich für das Erreichen des gewünschten Bearbeitungsziels. Nach Ablauf der Bearbeitungszeit wird die Glättung der Flächen und die Rundung der Schneidkanten sichtbar (Bilder 5 und 6).
Reproduzierbare Ergebnisse im Mikrometerbereich
Immer noch wird die Schneidkantenpräparation überwiegend mit Hilfe von Bürstvorrichtungen manuell vom Werkzeugschleifer durchgeführt. Schwankungen der präzisen Mikrogeometrie und damit auch in der Standzeit sind die Folge.
Nach rund einem Jahr Betrieb der Schleppfinishanlage Otec DF 140/10 im Mercedes-Benz-Werk Kassel resümiert Dipl. Ing. Stefan Reisner, zuständig Werkzeugmanagement in diesem Werk: „Durch den Schleppfinishprozess ist es uns gelungen, die Mikrogeometrie an der Werkzeugschneide prozesssicher zu definieren und mit hoher Wiederholgenauigkeit herstellen zu können.“
Bei dieser Schleppfinishanlage können alle relevanten Bearbeitungsarameter per Knopfdruck abgerufen werden. Als positive „Nebeneffekte“ gelten die Glättung der Spanflächen zur Reibungsreduzierung sowie die Vorbereitung der Oberflächen vor der Beschichtung.
Dipl.-Betriebswirtin Stefanie Schmid ist zuständig für den Vertrieb und das Marketing bei der Otec Präzisionsfinish GmbH in Straubenhardt-Feldrennach.
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