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Otec Präzisionsfinish

Verrunden von Werkzeugschneidkanten per Knopfdruck

12.08.2008 | Autor / Redakteur: Stefanie Schmid / Rüdiger Kroh

Bestückter Werkzeughalter kurz vor dem Eintauchen der Werkzeuge in den Arbeitsbehälter.
Bestückter Werkzeughalter kurz vor dem Eintauchen der Werkzeuge in den Arbeitsbehälter.

Zur prozesssicheren Verrundung der Schneidkanten von Bohrwerkzeugen hat die Otec Präzisionsfinish GmbH, Straubenhardt, ein Verfahren entwickelt: das so genannte Schleppfinishing. Es ermöglicht eine automatische gleichmäßige und effektive Bearbeitung komplexer Schneidgeometrien. Die Bearbeitungsparameter werden per Knopfdruck abgerufen.

Bei der Herstellung von Achsen, Achsgetriebe und Gelenkwellen für Nutzfahrzeuge und Trailer werden Gusswerkstoffe und Vergütungsstähle rund um die Uhr zerspant. Dabei kommen vielfach Bohrwerkzeuge und Stabmesser aus Hartmetall zum Einsatz, die in der meist firmeneigenen Werkzeugschleiferei nachgeschliffen werden. Die Anforderungen an die Werkzeuge hinsichtlich Standzeit, Masshaltigkeit und erzielbare Oberflächengüte stehen dabei im Vordergrund.

Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz

Um diese Anforderungen zu erreichen, wurde ein Verfahren zur prozesssicheren, automatischen Verrundung der Schneidkanten an den Bohrwerkzeugen entwickelt. Gestützt auf eine Diplomarbeit zu diesem Thema, wurde das Schleppfinishing eingeführt. Die OTEC Präzisionsfinish GmbH ermittelte gemeinsam mit dem Werk Kassel von Mercedes-Benz die erforderlichen Grundparameter, die im Rahmen der Diplomarbeit weiter optimiert wurden.

Die Zerspanwerkzeuge werden in der Regel mittels spezieller Spannbuchsen, die in Adaptern eingesetzt werden, in den angetriebenen Werkzeughaltern gespannt (Bild 1). Je nach Anlagengröße können drei bis zehn dieser Halter in eine Schleppfinishanlage eingehängt werden. In Abhängigkeit vom Nenndurchmesser lassen sich vier oder sechs Werkzeuge je Halter platzieren (Bild 2). Die Drehung der Rotorplatte wird über ein Planetengetriebe auf den angetriebenen Halter übertragen. Im angetriebenen Halter wird die Drehbewegung wiederum mittels eines integrierten Planetengetriebes auf das Werkstück eingeleitet.

–1

Verrundung bei Drehzahlen bis 600 m–1

Die Werkzeuge erreichen daher Drehzahlen der Werkzeuge bis 600 min–1. Dadurch werden sie im Arbeitsbehälter hohen Anpressdrücken ausgesetzt. Das Ergebnis ist eine automatische, gleichmäßige und effektive Bearbeitung komplexer Schneidgeometrien.

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