Umformtechnik

Verzahnen von Blechen und Vollmaterialien im Kaltwalzverfahren

Seite: 3/5

Anbieter zum Thema

Im Vergleich dazu wird bei der Blechumformung die Geometrie des Rohteiles (Blechtopf oder Platine) durch die Ausgangsmaterialdicke, das Profil und die Funktion (innen, außen oder beidseitig) in Zusammenarbeit mit dem Kunden ermittelt.

Mit dem Grob-Verfahren können beliebige Zähnezahlen, Profilformen (Evolventen-, parallelflankige, Sägezahn- oder Kerbverzahnungen) und Profiltiefen entsprechend kundenspezifischen Angaben und/oder entsprechend den gängigen Verzahnungsnormen (beispielsweise DIN 5480, 5482, 3960 oder 3962) mit sehr hoher Qualität (DIN 5 bis 7) und einer Oberflächenrauheit von maximal Ra 0,4 ~ N5 sehr wirtschaftlich hergestellt werden.

Da die Werkzeuge (Walzrollen) keinem eigentlichen Verschleiß ausgesetzt sind, verändern sich die Qualität und die Maßhaltigkeit der Verzahnungen auch über Tausende von Teilen nicht. Zudem werden die Werkzeugkosten auf ein Minimum reduziert.

Alle metallischen Materialien lassen sich praktisch verzahnen

Verzahnen lassen sich fast alle metalischen Materialien mit einer maximalen Festigkeit von etwa 1500 N/mm2 (Vollmaterial) und circa 1100 N/mm² (Blech), das Spektrum reicht von hochlegierten Stählen über Aluminium und Buntmetalle bis hin zu Gusswerkstoffen, wie beispielsweise Sphäroguss. Da beim Kaltwalzen das Gefüge des Materiales nicht zerstört, sondern umgeformt und zudem etwas verfestigt wird, ergeben sich auch hinsichtlich Festigkeit (Kerbwirkung) und Verschleiß diverse Vorteile im Vergleich zu spanabhebend hergestellten Werkstücken.

So lassen sich beispielsweise mit kaltgewalzten Bauteilen viel höhere Drehmomente bei gleicher Baugröße übertragen. Oft können durch den Einsatz des Grob-Kaltwalzverfahrens auch Nachfolgeoperationen wie Schleifen, Richten oder Härten eingespart werden.

(ID:347010)