Antriebe

Vier-Ventil-Technik macht Industriemotoren fit für verschärfte Abgasvorschriften

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Dabei werden üblicherweise die nunmehr doppelten Einlasskanäle unterschiedlich geformt. Ein schneckenförmiger Drallkanal sorgt für gute Durchwirbelung und ein zweiter, auf hohen Durchsatz ausgerichteter – sogenannter Tangentialkanal – für beste Füllung. Beim Einströmvorgang in den Zylinder entsteht so eine intensive Drehbewegung der Luft um die Zylinderachse. Dies unterstützt eine schnelle Verteilung und Vermischung des unmittelbar mit der Kraftstoffeinspritzung im Einspritzstrahlbereich entstehenden Kraftstoffdampfes mit der im Brennraum vorhandenen Luft.

Rohemissionen der Motoren um mehr als 20% abgesenkt

Ein zu hoher Drall verweht die einzelnen Kraftstoffstrahlen der Einspritzdüse ineinander, was zu örtlicher Überfettung des Gemisches und schlechten Abgasemissionen führt. Eine individuelle Auslegung der Kanalführung des Zylinderkopfes der einzelnen Motoren (Bild 1) als wesentliches abgas- und leistungsbestimmendes Bauteil bedarf also sorgfältigster Abstimmung.

Im Hinblick auf die im Jahr 2012 in Kraft tretende weitere Verschärfung der Abgasgesetzgebung für Industriemotoren hat Kubota als Marktführer im Leistungsbereich bis 100 kW mit der Vier-Ventil-Technik (Bild 2) die Rohemissionen seiner Motoren um mehr als 20% abgesenkt. Die mit vorgenannter Gesetzesänderung vor der Einführung stehenden Rußfilter und Katalysatoren können somit in der Baugröße um nahezu ein Viertel reduziert werden. Für den Anwender resultiert die verringerte Baugröße auch in geringeren Kosten, weil weniger Edelmetall zur Beschichtung benötigt wird.

Josef Schuck ist Leiter des Geschäftsbereichs Industriemotoren bei der Kubota (Deutschland) GmbH, 63110 Rodgau.

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