Jobverluste Volkswagen-Tochter Audi streicht 7.500 Stellen

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Wie die dpa jetzt erfahren hat, will Audi in den nächsten Jahren 7.500 Stellen wegfallen lassen. Angesichts der Lage müsse gespart werden ...

Konkrete Zahl! Angesichts der wirtschaftlichen Lage, will Audi in nächster Zeit rund 7.500 Stellen streichen. Das soll aber so sozialverträglich ablaufen, wie es eben geht. Hier einige Informationen zu Wie und Warum ...(Bild:  Audi)
Konkrete Zahl! Angesichts der wirtschaftlichen Lage, will Audi in nächster Zeit rund 7.500 Stellen streichen. Das soll aber so sozialverträglich ablaufen, wie es eben geht. Hier einige Informationen zu Wie und Warum ...
(Bild: Audi)

Die Stellenstreichungen sollen zusammen mit anderen finanziellen Einschnitten für die Audi-Beschäftigten mittelfristig über eine Milliarde Euro pro Jahr sparen, heißt es zu dieser Entscheidung. Konzern und Betriebsrat hatten lange und intensiv um die Sparpläne gerungen, sind sich konzeptionell nun offensichtlich einig. Zwischenzeitlich standen sogar deutlich höhere Zahlen für den Stellenabbau im Raum – man sprach von rund gefährdeten 12.000 Arbeitsplätzen. Audi, heißt es, muss schneller, agiler und effizienter werden. Das habe zwangsläufig personelle Konsequenzen. Es soll bis 2033 aber keine betriebsbedingten Kündigungen geben, was der Audi-Vorstandsvorsitzende Gernot Döllner als gut für die Belegschaft ansieht. Zuvor galt 2029 als letztes Jahr mit Beschäftigungssicherung.

Die meisten Audi-Betroffenen gehen bis 2027

Gleichzeitig will Audi acht Milliarden Euro in die deutschen Standorte investieren. Für den herausfordernden Übergang zur Elektromobilität stelle man Ingolstadt und Neckarsulm so robust und flexibel auf, wie es nur gehe. Der Stellenabbau soll laut Audi im indirekten Bereich stattfinden. Das bedeutet, dass die Produktion kaum betroffen sein dürfte, aber einen Abbau der Bürokratie mit sich bringt. Man will aber quasi nicht mit dem „Rasenmäher“ an die Sache herangehen. Vielmehr richte man die Team-Aufstellung fokussiert und konsequent an den Anforderungen der Zukunft aus. Die ersten 6.000 Stellen sollen bis 2027 wegfallen, weitere 1.500 bis Ende 2029. Wie sich die Kürzungen auf die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm aufteilen, ist noch offen.

Keine Mitarbeiterbeteiligung für Audi-Belegschaft

Weitere Einschnitte treffen die Audi-Mitarbeiter in puncto Geld, wie oben schon angedeutet wurde. Unter anderem soll die Ergebnisbeteiligung strukturell umgebaut und für mehrere Jahre zusätzlich gekürzt werden. Dabei geht es durchaus um relevante Summen. Denn 2024 hatte die für das Jahr 2023 ausgezahlte Mitarbeiterbeteiligung satte 8.840 Euro pro Kopf betragen. Die Beteiligung für 2024, die im laufenden Jahr ausgezahlt wird, wird aber noch nicht von der jetzt vereinbarten Kürzung betroffen sein. Sie dürfte wegen der zuletzt schlechter gelaufenen Geschäfte aber geringer sein. In den ersten neun Monaten des letzten Jahres hatte sich der Audi-Gewinn nämlich nahezu halbiert. Auch wurde Audi von fehlenden Komponenten für Motoren geplagt, vom schwächelnden China-Geschäft und durch die Rückstellungen für die Schließung des Standorts Brüssel. Genaue Zahlen folgen demnächst.

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