Porträt Okuma

Von der Nudelmaschine zu Industrie-4.0-Lösungen

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Grundstein für Industrie-4.0-Lösungen

Durch die erfolgreiche Fusion von Maschine, Steuerung und Software legte Okuma den Grundstein für seine modernen Industrie-4.0-Lösungen. 2013 errichtete Okuma in Japan die Smart Factory Dream Site 1 (DS1) zur Herstellung von Multitasking-Maschinen sowie mittleren und großen Drehmaschinen. Die vollautomatisierte Anlage hat es Okuma ermöglicht, Vorlaufzeiten zu halbieren und die Produktivität zu verdoppeln. Die Produktionskapazität konnte um 30 % erhöht werden. 2014 wurde auch die Steuerung „smart“: OSP suite erlaubt Anwendern den Zugang zu den Intelligent Technology Apps und spielt gleichzeitig eine tragende Rolle bei der Handhabung von „Big Data“ im Industrial Internet of Things (IIoT).

Claim „Open Possibilities“

Zu dieser Zeit wurden die hochpräzisen 5-Achs-Bearbeitungszentren für Industrien wie Luftfahrt ebenfalls zu einem festen Bestandteil des Okuma-Produktangebots. Neue Lösungen für schwer zerspanbare Materialien wie Titan oder Inconel folgten. Um Kunden noch mehr Anwendungsvielfalt zu bieten, machte Okuma auch die Bearbeitung von Verzahnungen auf seinen Dreh-/Fräszentren möglich – ein Prozess, der gemeinhin spezielle Maschinen erfordert. Mit all diesen technologischen Fortschritten ist Okuma seiner Gründungsphilosophie, das Unerreichbare erreichbar zu machen, treu geblieben: Seit 2015 ist diese Herangehensweise in dem Claim „Open Possibilities“ verankert.

Passend zur neuen Markenbotschaft folgten weitere Innovationen. 2016 präsentierte Okuma seine Super-Multitasking-Maschinen. Die Laser-EX-Reihe vereint subtraktive Prozesse wie Drehen, Zerspanen, Fräsen und Schleifen mit additiven Verfahren wie Laserauftragsschweißen und Präzisionshärten per Laser. Somit ermöglichen sie die komplette Bearbeitung von Werkstücken an nur einer Maschine.

In der Zwischenzeit hat Okuma die Erkenntnisse aus dem Betrieb seiner ersten Smart Factory gesammelt und umgerechnet acht Millionen Euro in eine zusätzliche Fabrik zur Herstellung von Komponenten investiert. Dream Site 2 (DS2) wurde 2017 eröffnet, das über einen noch höheren Automatisierungsgrad als DS1 verfügt. Dafür hat Okuma 61 Werkzeugmaschinen aus dem eigenen Portfolio im IoT vernetzt. Ein neues Produktionsplanungssystem, fortschrittliche Methoden zur Visualisierung, Echtzeit-Datenerfassung und Automatisierung mit Robotern erlauben die Herstellung großer Produktmixe selbst in kleinen Losgrößen mit einer Produktivität auf dem Niveau der Massenproduktion.

Eichii Okuma verstarb im Jahr 1950, doch sein Vermächtnis lebt bis heute in jeder neuen Innovation weiter, die für noch höhere Produktivität und Qualität in der Produktion sorgt. Auch 120 Jahre nach seiner Gründung entwickelt das Unternehmen – nun ein Global Player mit Tochtergesellschaften und Zweigstellen in 40 Ländern – weiterhin das scheinbar Unerreichbare. Seit 2017 bietet Okuma das Know-how, das aus der Entwicklung von DS1 und DS2 hervorgegangen ist, auch seinen Kunden an. Die Smart-Factory-Lösung Connect Plan erweitert den gesamten Planungs- und Herstellungsprozess durch intelligente Visualisierung, Datenerfassung und –analyse sowie mittels vorausschauender Wartung. Anwender profitieren von einer maximalen Maschinenauslastung und höchster Produktivität.

* Roman Oncsak ist PR-Berater bei Azet-PR in 20253 Hamburg. Weitere Informationen: Okuma Europe GmbH, Tel. (0 21 51) 3 74-0, info@okuma.eu

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