Selbst ist der Konzern! VW baut lieber eigene KI-Chips für das autonome Fahren

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie jetzt bekannt wurde, wird Volkswagen Im Wettlauf um die Entwicklungen für das autonome Fahren die dafür wichtigen KI-Chips in China selbst entwickeln ...

Unabhängigkeit! Volkswagen will sich beim autonomen Fahren offensichtlich einen guten Teil des Marktes sichern, um in Zukunft unabhängig vom Menschen fahrende Autos auf den Asphalt zu bringen. Die dafür nötigen KI-Chips lässt man lieber gleich bei Partnern in China entwickeln ...(Bild:  Volkswagen)
Unabhängigkeit! Volkswagen will sich beim autonomen Fahren offensichtlich einen guten Teil des Marktes sichern, um in Zukunft unabhängig vom Menschen fahrende Autos auf den Asphalt zu bringen. Die dafür nötigen KI-Chips lässt man lieber gleich bei Partnern in China entwickeln ...
(Bild: Volkswagen)

Damit man zum einen eventuell einen Vorsprung vor der Konkurrenz beim autonomen Fahren sichert und zum anderen von der Belieferung mit KI-Chips (KI = künstliche Intelligenz) unabhängiger wird, baut VW diese Computerkomponenten lieber gleich selbst, wenn auch in China. Aber dort gibt es auch die dafür notwendigen Rohstoffe. Der Volkswagen-Chef, Oliver Blume, kommentiert überzeugt: „Wir übernehmen damit die Kontrolle über eine Schlüsseltechnologie, welche die Zukunft des autonomen Fahrens bestimmen wird!“ Dazu setzt man auf das Gemeinschaftsunternehmen Carizon, das die VW-Software-Tochter Cariad und der chinesische Computing-Spezialist Horizon Robotics innehaben. Die beiden sollen den VW-Chip, der dann Daten von Kameras und Sensoren verarbeitet entwickeln, heißt es weiter. Erstmals entwickelt Carizon, wie betont wird, dann nicht nur die Software für das automatisierte Fahren, sondern auch einen KI-Chip. Die Lieferung erwarten die Wolfsburger binnen der kommenden drei bis fünf Jahre.

VW lässt sich die eigene Chip-Entwicklung viele Millionen kosten

Diese Ankündigung von Volkswagen kommt nicht zuletzt mitten in einer Chip-Krise, aufgrund des Streits um Nexperia. Das niederländische Unternehmen produziert zwar vor allem Standardchips, die in großen Stückzahlen in der Autoindustrie verwendet werden, doch Chinas Exportstopps von Nexperia-Chips und die Sorge vor Lieferengpässen treffen europäische Hersteller und zeigen ihre Abhängigkeit von diesen Hightech-Produkten. Mit dem hauseigenen China-Chip will sich VW also in puncto autonomes Fahren mit der chinesischen Konkurrenz messen. Dafür werden, wie man erfährt, rund 200 Millionen Euro in die Hand genommen. Im weltgrößten Automarkt, auf dem die Anteile deutscher Marken aber zusehends wegschmelzen, preschen vor allem lokale Hersteller aus China gegen ihre ausländische Konkurrenz bei Fahrassistenzsystemen vor. Bekannte Tech-Konzerne helfen den großen Marken bei der Entwicklung, oder sind bereits selbst im Autogeschäft, wie der Smartphone-Hersteller Xiaomi. Aber Achtung! Tödliche Unfälle im Zusammenhang mit Fahrassistenzsystemen haben schon Fragen zur Sicherheit entstehen lassen. Chinas Regulatoren mahnen deshalb die Hersteller vor zu großen Versprechungen, wenn der Fahrer nur eine künstliche Intelligenz besitzt.

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