Gegengift VW kriegt Druck von der Gewerkschaft

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Im Ringen um Sparmaßnahmen bei Volkswagen erhöht die IG Metall jetzt den Druck auf den Konzern.

Weil man bei den Verhandlungen mit den VW-Entscheidern nicht so recht weiterkommt, will die IG Metall ab heute den Druck erhöhen, sagt die dpa. Lesen Sie hier, um was es genau geht ...(Bild:  IG Metall)
Weil man bei den Verhandlungen mit den VW-Entscheidern nicht so recht weiterkommt, will die IG Metall ab heute den Druck erhöhen, sagt die dpa. Lesen Sie hier, um was es genau geht ...
(Bild: IG Metall)

Zur dritten Tarifrunde heute in Wolfsburg will die IG Metall die Konzernvertreter mit lautstarkem Protest empfangen, wie die dpa erfahren hat. Tausende Teilnehmer würden am Vormittag zu einer Demonstration vom Werk zum Verhandlungsort in der Volkswagen Arena erwartet. Es schließt sich dann eine Protestkundgebung direkt vor dem Stadion an. Denn im Rahmen der seit September laufenden Tarifrunde liegen die Positionen immer noch weit auseinander, wie es heißt. VW fordert eine pauschale Lohnkürzung um zehn Prozent und will auch verschiedene Boni und Zulagen streichen. Auch Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind bekanntlich nicht auszuschließen. In der zweiten Tarifrunde im Oktober hatte VW signalisiert, auch über Lösungen sprechen zu wollen, die ohne Entlassungen und Werksschließungen auskommen. Allerdings nur, wenn die von VW gesteckten Sparziele trotzdem erreicht würden. Zuvor hatte VW erstmals Details zu seinen konkreten Sparplänen genannt. IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger sprach damals von einer langen Giftliste.

Volkswagen lehnt Lohnerhöhungen strikt ab

IG Metall und Betriebsrat wollen das verhindern und setzen auf ein eigenes Zukunftskonzept für VW, das sie kürzlich vorgestellt haben. Konkret bieten sie etwa an, die nächste Tariferhöhung befristet in einen Zukunftsfonds einzubringen und vorerst nicht auszuzahlen. Im Gegenzug soll Volkswagen auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Die Voraussetzung wäre allerdings, dass VW den jüngsten Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie übernimmt, der eine Erhöhung um insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen vorsieht. Für VW, wo nach Haustarif gezahlt wird, gilt das aber nicht automatisch. Die VW-Entscheider lehnen deshalb bisher jede Erhöhung ab und fordern stattdessen eine Minusrunde. Auf das Angebot der IG Metall reagierte das Unternehmen zunächst zurückhaltend, heißt es. Die konkreten Vorschläge müsse man nun finanziell bewerten. Beide Seiten kündigten aber an, heute am Verhandlungstisch über die neuen Vorschläge beraten zu wollen. Rückendeckung für ihr Konzept erhält die Arbeitnehmerseite von der Landesregierung in Hannover. Ab 1. Dezember sind auch Streiks möglich.

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