Rettet die Rüstung? Volkswagen könnte in Osnabrück Militärfahrzeuge bauen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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VW denkt wohl daran, im Osnabrücker Werk Militärfahrzeuge vom Band rollen zu lassen, wie heute bekannt wurde. Kommt Rheinmetall ins Spiel?

Nach dem erste „Kübel“ und dem Schwimmwagen im Zweiten Weltkrieg hat sich Volkswagen bei der Bundeswehr mit diesem Kübel hier beliebt gemacht, sowie mit dem VW-Bus. Nun gibt es erste Berichte, dass man auch in die gepanzerte Fahrzeugschiene einsteigen könnte ...(Bild:  Volkswagen)
Nach dem erste „Kübel“ und dem Schwimmwagen im Zweiten Weltkrieg hat sich Volkswagen bei der Bundeswehr mit diesem Kübel hier beliebt gemacht, sowie mit dem VW-Bus. Nun gibt es erste Berichte, dass man auch in die gepanzerte Fahrzeugschiene einsteigen könnte ...
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen prüft Berichten zufolge in seinem Werk in Osnabrück den Bau von Militärfahrzeugen. Unter strenger Geheimhaltung seien dort bereits zwei Armeefahrzeuge auf Basis der VW-Modelle Amarok und Crafter entwickelt worden. Das berichten etwa die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) und auch der NDR. Laut NOZ werden die beiden Militärautos als MV.1 (Amorac) und MV.2 (Crafter) bezeichnet. Beide sind auch kürzlich auf der Militärmesse Enforce Tac in Nürnberg vorgestellt worden und sollen auch für die Polizei und Sicherheitskräfte nützlich sein. Es gibt zwar wenige Bilder, aber die zeigen das VW-Logo am Kühler, welches aber laut Medien auf der Messe nicht gezeigt wurde. Und zwar auf dem Stand eines Spezialisten für Fahrzeugumrüstung. VW bestätigte die Entwicklung auf Anfrage der dpa zwar, hielt sich für weitere Infos zu Planungen aber zurück.

Einige Details über die beiden VW-Militärvehikel

Der MV.1 hat demnach einen 3-Liter-TDI V6 und eine zehn-Gang-Automatik sowie natürlich Allrad. Er dient als widerstandsfähiges Grundsystem mit modularer Missionsplattform (MMP). Weitere Highlight heißen Stealth-Modus, Blackout-Schalter und Kill-Switch, um die komplette Elektrik bei Bedarf deaktivieren zu können. Reifen mit Notlaufeigenschaften, Unterbodenschutz und Seilwinden vorn und hinten (je 3,6 Tonnen Zugkraft) runden diese fahrende Rüstungsplattform ab, wie man erfährt. Der MV.2 auf Basis des Crafter wird durch einen 2.0-TDI mit sechs-Gang-Automatik in Fahrt gesetzt. Auch er hat Allrad, kann aber Flugbenzin schlucken. Die Highlights sind die selben, wie beim MV.1.

Zwei Porsche-Modelle laufen noch in diesem Jahr aus

Es hieß nur, dass in Osnabrück in den vergangenen Monaten verschiedene Fahrzeugkonzepte entwickelt und diese auf der Enforce Tac präsentiert wurden, um mögliche Marktchancen und Perspektiven auszuloten. Konkrete Projekte gebe es demnach noch nicht. Wenn es zu solchen komme, könnte das die Zukunft des Standortes aber absichern helfen. Im einstigen Karmann-Werk arbeiten derzeit rund 2.300 Personen. Und noch in diesem Jahr läuft die Produktion der beiden Porsche-Modelle Boxster und Cayman aus, gefolgt vom Ende der T-Roc-Produktion, um Mitte 2027. Folgeaufträge suche man bisher vergeblich, doch kursiere der Name Rheinmetall als ein möglicher Interessent. Das VW-Werk in Osnabrück kämpft seit Monaten um seine Zukunft.

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