Krise zieht Kreise

VW-Sparpläne treffen auch Zulieferer

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

IG Metall kündigt Widerstand gegen Sparmaßnahmen an

Das rüttelt an den Grundfesten der Zusammenarbeit im Unternehmen, wie der Betriebsrat kommentiert. Das werde auch die IG Metall nicht hinnehmen. Die Beschäftigten sind nicht die Verursacher der Probleme, in denen das Unternehmen jetzt steckt. Schuld seien vor allem Managementfehler und eine falsche Modell- und Elektrostrategie. Insofern könne und werde man nicht akzeptieren, dass die Lösung dieser Probleme auf den Rücken der Beschäftigten ausgetragen würden. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil forderte Volkswagen erneut auf, Werksschließungen zu vermeiden, wobei auch der die gut gemanagte Krise von 93/94 im Blick hat.

Deutschlands Autosektor krankt an den Standortbedingungen

Trotz Krise und mieser Stimmung in der deutschen Autoindustrie sieht die Ifo-Expertin Anita Wölfl keinen Grund, die Branche abzuschreiben: „Es ist schließlich nicht die erste Krise, durch die die Automobilindustrie durch muss. Und es wird auch nicht die letzte sein.“ In der Vergangenheit habe die Autoindustrie sich in Krisen sehr resilient und stark bei Innovationen gezeigt. Diese Anpassungsfähigkeit habe man beispielsweise im Umgang mit den Lieferkettenschwierigkeiten der vergangenen Jahre oder bei der Entwicklung der Patente zum Elektroantriebsstrang gut sehen können. Insgesamt habe die deutsche Autoindustrie bei der Elektromobilität aber leider sehr spät reagiert. Vor allem seien es auch Strukturprobleme, die der Automobilbranche in Deutschland das Wasser abgraben würden. Die heißen hohe Energiekosten, Bürokratiedschungel, hohe Stücklohnkosten und politische Unsicherheiten. Immer wenn sich Menschen wundern, warum deutsche Autos so teuer sind, dann hat das genau mit den oben genannten Gründen zu tun, wie Experten betonen. Man brauche also international wettbewerbsfähige Standortbedingungen.

(ID:50154601)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung