Sandvik Tooling Wälzfräser zum Schruppen und Schlichten mit austauschbaren Schneidplatten
Wälzfräsen gehört zu den wirtschaftlichsten und genauesten Verfahren zum Herstellen von Verzahnungen. Der Wälzfräser hat die Form einer ein- oder mehrgängigen Schnecke mit am Umfang verteilten Schneiden und den dazugehörenden Spanräumen. Ähnlich einem Schneckengetriebe kämmen beim Wälzfräsverfahren Werkzeug und Werkstück kontinuierlich in der Verzahnungsmaschine.
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Der Wälzfräser zerspant dabei die Zahnlücken, so- dass die erforderlichen Zahnprofile entstehen. Es treten keine Teilungsfehler auf und auch Profilabweichungen, wie sie beim klassischen Teilverfahren vorkommen können, sind bei diesem Verfahren ausgeschlossen.
Walzfräser mit tangential montierten Hartmetall-Schneidplatten
In den vergangenen Jahren sind abhängig von der Modulgröße Einsatzschwerpunkte für Wälzfräser aus unterschiedlichen Schneidstoffen entstanden. Bei größeren Modulen haben sich zunehmend Werkzeuge mit tangential montierten Hartmetall-Schneidplatten durchgesetzt, erklärt Sandvik auf der EMO Hannover 2011.
Dieses System biete eindeutige Vorteile gegenüber HSS-Fräsern oder Werkzeugen mit gelöteten Hartmetall-Schneiden. Denn so kann Hartmetall als Schneidstoff auch bei größeren Fräserdurchmessern wirtschaftlich eingesetzt werden.
Weiter ermöglichen die langlebigen Fräserkörper auch durch die Bestückung mit anderen Profilplatten, zum Beispiel für die Herstellung einer Zahnkontur mit Protuberanz, einen multiplen Einsatz und können so die Investitionskosten reduzieren, heißt es weiter. Noch größer seien jedoch die Einsparungen dadurch, dass die Schneidplatten vor Ort gewechselt werden können und die Werkzeuge nicht mehr zum Nachschleifen und Neubeschichten außer Haus gegeben werden müssen. Es würden also sowohl der logistische Aufwand und die Lagerkosten reduziert als auch Energie eingespart und die Umwelt weniger belastet.
HSS dominiert noch Walzfräser mit kleineren Modulen
Bei den Wälzfräsern mit kleineren Modulen, etwa von Modul 4 bis 10, sieht die Marktsituation noch etwas anders aus. Dort dominiert laut Sandvik nach wie vor HSS als Schneidstoff mit einem Anteil von mehr als 70%. Begrenzte Schnittgeschwindigkeiten, kurze Standzeiten, aufwendiges Nachschleifen und Neubeschichten sowie das durch die jeweilige Durchmesserverringerung bedingte Nachsetzen der Zustellung sind bekannte Einschränkungen der HSS-Werkzeuge.
Für diesen Anwendungsbereich der kleineren Module hat Sandvik Coromant den Wälzfräser Coromill 176 entwickelt. Das Besondere an diesem Fräser sei die radiale Einbaulage der austauschbaren Vollprofil-Schneidplatten. Dieser Wälzfräser zum Schruppen, Semi-Schlichten und Schlichten wird zunächst in den Modulgrößen 4 bis 6 geliefert.
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