Energieeffizienz

Wärmecontracting mit Infrarotstrahlern macht Heizung energieeffizient

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Das Contractingmodell sah vor, dass die Welger Maschinenfabrik nicht selbst in die Heizung investiert, sondern nur Wärme von Urbana bezieht. Als Basis der monatlichen Abrechnung dienen alleine die eingesparten Energiekosten. Damit übernimmt der Contractor mit dem Kauf der Anlage und der Wartung fast das komplette Risiko seiner Planung. Würde die vorgeschlagene Lösung mehr Energie verbrauchen als tatsächlich angenommen, wäre dies für den Contractor letztlich ein Verlustgeschäft.

Contractor übernimmt Risiko für Wärmekosten-Senkung

Wie Urbana-Geschäftsführer Dr. Utermöhlen erläutert, ist sich der Contractor des Risikos durchaus bewusst und setze deshalb auf zuverlässige Partner. Der Hersteller von Infrarotheizungen habe das beste Hallenheizungs-System präsentiert. „Die Angaben der Energieverbräuche und Installationszeiträume waren absolut realistisch“, sagt Dr. Utermöhlen weiter: „Damit hat Schwank mehr Sicherheit in unsere Planung gebracht und so die Grundlage für ein faires Abrechnungsmodell geschaffen.“

In den rund 10 m hohen Hallen des Materialzuschnitts plante der Heizungsspezialist Hellstrahler ein. Die Installationshöhe und weitflächige Anordnungsmöglichkeit der Heizgeräte, ermöglichte hier eine gleichmäßige Wärmeverteilung mit nur wenigen, leistungsstarken Geräten, wie es in der Mitteilung von Schwank heißt. Das habezum einen den Installationsaufwand reduziert, da auf eine direkte Abgasführung verzichtet werden konnte, und spare zusätzlich Heizenergie, weil Hellstrahler mit gleichem Energieeintrag effizienter arbeiten könnten als Dunkelstrahler.

Dunkelstrahler heizen niedrige Hallen gleichmäßig und energieeffizient

Dagegen seien in der durchschnittlich 7 m hohen Produktion und Fertigmontage Dunkelstrahler im Einsatz. Die Aufgabe war hier, in den vergleichsweise niedrigen Hallen eine gleichmäßige Vollbeheizung zu gewährleisten, heißt es. Wenige Dunkelstrahler könnten nun aufgrund ihrer langen Bauform eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Arbeitsbereich sicherstellen.

Insgesamt ersetzten 25 Hellstrahler und 132 Dunkelstrahler heute das alte Kesselhaus und beheizten 40000 m2 Produktions- und Lagerfläche. Die Warmwasserbereitung und Beheizung der Waschkauen, die vorher ebenfalls über die Dampfkesselanlage besorgt wurden, würden heute durch zwei effiziente Pumpenwarmwasserheizungen bedient.

Energieeffizientes Heizsystem mit Hellstrahlern und Dunkelstrahlern in zwei Monaten installiert

Das Projekt wurde von Schwank nach eigenen Angaben in von zwei Monaten realisiert, wobei es einige Herausforderungen zu überwinden galt. So mussten beispielsweise die Geräte im laufenden Fabrikationsbetrieb installiert werden. Eine Einschränkung der Produktion wollte und konnte man sich nicht erlauben.

Heyneberg zieht für Welger eine positive Bilanz: „Im Vergleichsraum konnten wir eine Einsparung von rund 40% verzeichnen. Das ist nach so einem sehr kalten Winter wie wir ihn dieses Jahr hatten, natürlich mehr als erfreulich. Und unsere Mitarbeiter loben das neue Heizsystem. Es arbeitet leise und der umherwirbelnde Staub hat sich nahezu auf Null reduziert.“

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