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Eine große Herausforderung dabei ist, dass die Großkomponenten nicht nur von partikulären, sondern auch von löslichen Verunreinigungen befreit werden müssen, die in der späteren Anwendung unter Vakuumbedingungen verdampfen. Das ist wichtig, weil der Partialdruck der löslichen Verunreinigungen in der Anwendung das gewünschte Vakuum verhindert. An dieser hohen Anforderung, so VAT, scheiterten viele Anlagenhersteller.
Spritzanlage nur im ersten Schritt vorgesehen
Bei LPW wurde dazu in einem ersten Schritt eine Spritzanlage mit intensivem Spülprozess projektiert nach dem Motto: so gut wie nötig. Den Anstoß gab die relativ einfache Geometrie der Aluminium- und Edelstahlkomponenten.
Die Spritzanlage mit Spülung hätte den Verfahrensaufwand, die Investitionskosten und den Platzbedarf auf ein Minimum reduziert. Viele Testläufe im Technikum von LPW in Riederich sowie direkt in der Fertigungslinie von VAT ergaben jedoch ein nicht optimales Ergebnis: Nur die Anwendung eines Spritzverfahrens ist nicht sicher genug.
Modifiziertes Anlagenkonzept zum Reinigen von Bohrungen
Somit wurde anhand weiterer Versuche ein modifiziertes Anlagenkonzept erstellt (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Es beinhaltet ein Tauchverfahren, das eine Reinigungsqualität erreicht, wie sie üblicherweise nur mit Ultraschallstützung möglich ist.
So ergaben Tests, dass mit diesem Anlagenkonzept auch kleinste Sack- und Gewindebohrungen ordentlich gereinigt werden, obwohl man zusätzlich sogenannte Helicoils in die Löcher gedreht hatte. Nach mehrmonatiger Prüfphase entschied sich VAT schließlich wieder für die Anschaffung dieser Sonderanlage, die LPW auf Basis der Standardreihe Power Jet konzipierte.
Thomas Daiber ist Vertriebsleiter bei der LPW Reinigungssysteme GmbH in 72585 Riederich.
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