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EWM Hightech Welding

Warum sich automatisiertes Schweißen schnell auszahlt

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Hohe Qualität der Schweißnaht macht Nacharbeiten überflüssig

Auch die in Thüringen ansässige Firma Metallbau Oschinski, die sich auf Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen spezialisiert hat, entschied sich vor drei Jahren für das automatisierte Schweißen. Immer wieder gilt es dort, Flanschverbindungen für Rohrleitungen zu fügen. „Im Vergleich zum manuellen Schweißen sparen wir heute 60 % Arbeitszeit ein“, berichtet Inhaber Mike Oschinski. Eine speicherprogrammierte Steuerung regelt nun konstant die Drehgeschwindigkeit und garantiert damit eine gleichmäßige Schweißnaht. „Die Qualität ist gleichbleibend hoch, es sind fast keine Nacharbeiten mehr notwendig und die Quantität konnte so gesteigert werden. Die von Oschinski investierten 14.000 Euro amortisierten sich bei einem Einspareffekt von jährlich 10.000 Euro bereits nach eineinhalb Jahren.

Selbst kleine und mittelständische Unternehmen gewinnen durch die Automatisierung ihrer wiederkehrenden Schweißaufgaben. Das Spektrum reicht von einfachen Mechanisierungslösungen mit Positionierern sowie Brennerstativen bis hin zu kleineren Roboterinstallationen für komplexere Bauteilgeometrien. Doch auch komplexe Roboteranlagen rechnen sich nach einer überschaubaren Einsatzzeit. „Wenn dafür zum Beispiel eine Investition von 125.000 Euro erforderlich ist und Schweißteile mit Stückkosten von etwa 100 Euro produziert werden, hat sich die Anlage bei einem Einspareffekt von 20 % nach fünf Jahren amortisiert, wenn nur fünf Teile am Tag gefertigt werden“, rechnet Fink vor. Dabei sei die Einsparung noch vorsichtig kalkuliert. Komme in einer solchen Produktion außerdem ein hocheffizienter Schweißprozess wie Force-Arc zum Einsatz, betrage der Effekt schnell das Doppelte und mehr.

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Retrofitting spart Investitionskosten und steigert Produktivität

Selbst Unternehmen, deren Investitionsmittel begrenzt sind, müssen nicht auf die Vorteile der Automation beim Schweißen verzichten. Sofern es möglich ist, bietet EWM Automation sogenannte Retrofitting-Lösungen an. So hat das Unternehmen bei Reisner & Wolff, einer auf Brückenbauwerke spezialisierten Firma, in Slowenien darauf verzichtet, die Anlage komplett auszutauschen. EWM übernahm von der vorhandenen Anlage den Stahlbau und installierte unter anderem eine neue Steuerungs-, Absaug- und Schweißtechnik sowie neue Motoren. „Mit deutlich geringeren Investitionskosten konnten wir so auch hier die Produktivität erhöhen und das Produktionsvolumen insgesamt steigern“, schildert Fink die Vorteile.

Sein Kollege Volland unterstreicht: „Entscheidend ist grundsätzlich die Kompetenz, sich in die Aufgaben der Kunden hineinzudenken und das Know-how als Komplettanbieter in einfache wie komplexe Systemlösungen einbringen zu können“. Bis jetzt sei es EWM Automation im Grunde ohne Ausnahme gelungen, Unternehmen mit immer wieder gleichen Schweißprojekten zu einer effizienteren Produktion zu verhelfen.

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