Elektromotoren Was wird aus Innomotics, dem ehemaligen Siemens-Motorengeschäft?

Aktualisiert am 16.05.2024 Von Stefanie Michel 2 min Lesedauer

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Der japanische Konzern Nidec zeigte Interesse an der Großmotorensparte von Siemens. Doch am Ende macht nun die Beteiligungsgesellschaft KPS Capital Partners das Rennen und übernimmt Innomotics.

Innomotics wird zukünftig dem Investor KPS Capital Partners gehören. Zum Portfolio gehören dann unter anderem auch die Niederspannungsmotoren Simotics.(Bild:  Siemens)
Innomotics wird zukünftig dem Investor KPS Capital Partners gehören. Zum Portfolio gehören dann unter anderem auch die Niederspannungsmotoren Simotics.
(Bild: Siemens)

Jetzt ist es klar: Siemens verkauft Innomotics für 3,5 Mrd. Euro an den Investor KPS Capital Partners („KPS“). Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Siemens AG haben dem Verkauf schon zugestimmt. Der Verkauf an KPS soll vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen von Auslandsinvestitionen und durch die Fusionskontrollbehörden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2025 abgeschlossen werden.

„Diese Entscheidung schafft Klarheit für die Kunden und Beschäftigten von Innomotics und ebnet den Weg für umfangreiche Möglichkeiten zur weiteren erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Siemens und seine Aktionäre werden vom konsequenten Fokus auf die Verbindung der realen und digitalen Welt zukünftig noch mehr profitieren“, so Ralf P. Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG.

Laut Siemens unterstreiche die positive Resonanz von Kunden und vom Markt sowie das Wachstum von Innomotics während der Ausgliederung die starke Positionierung des Herstellers als führender Anbieter von Großantrieben und Motoren. Die künftige Aufstellung mit KPS als neuem Eigentümer biete dem Geschäft von Innomotics die besten Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und wachstumsorientierte Entwicklung.

„Die Partnerschaft mit KPS wird Innomotics dabei unterstützen, unsere langjährige Erfolgsbilanz bei technologischen Innovationen weiter auszubauen und unseren Kunden erstklassige Produkte, Lösungen und Dienstleistungen zu bieten“, sagte Michael Reichle, Chief Executive Officer von Innomotics.

Stand März 2024:

Im letzten Jahr hatte Siemens seinen kompletten Bereich an Nieder- bis Hochspannungsmotoren, Getriebemotoren, Mittelspannungsumrichtern und Motorspindeln ausgegliedert und unter der neuen Marke „Innomotics“ zusammengeführt. Zum Jahresanfang berichtete das Handelsblatt, dass Siemens den Verkauf dieser Sparte vorantreibt und sich mehr als drei Mrd. Euro Einnahmen verspricht – etwa so viel wie der Jahresumsatz von Innomotics.

Unter den Interessenten sind laut Handelsblatt vor allem Finanzinvestoren, doch gestern hat Boomberg berichtet, dass sich auch der japanische Motorenhersteller Nidec für die Siemenssparte interessiert. Weder von Siemens noch von einem Nidec-Vertreter war bisher eine Stellungnahme zu erhalten.

Verschiedene Börsennachrichtendienste berichten ebenfalls, dass sich Nidec und die US-Beteiligungsgesellschaft KPS Capital Partners um das Großmotorengeschäft von Siemens bemühen. Beide sollen wohl Zweitrundenangebote einreichen. Ob es weitere Interessenten gibt, sei unklar.

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