Bohrwerkzeuge Wechselkopfbohrer senkt durch längere Standzeiten die Kosten
Wechselkopfbohrer spielen ihre Vorteile vor allem bei Bohrungen mit mittleren Durchmessern und Toleranzen aus. Damit besetzen sie eine Produktnische, die Vollhartmetall- und Wendeschneidplatten-Bohrer oftmals nicht abdecken. Ein neuer Wechselkopfbohrer senkt sowohl die Bearbeitungszeit als auch die Kosten pro Werkstück.
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Vollhartmetall-, Wendeschneidplatten- und Wechselkopfbohrer dominieren heute die Bohrbearbeitung. Sie haben mehr oder weniger fest definierte Anwendungsbereiche, die von den jeweiligen Zerspanungsanforderungen sowie von den Eigenschaften und Belastungsgrenzen des Werkzeugs abhängen.
Bohrer mit engen Toleranzen in breitem Anwendungsfeld gesucht
Innerhalb des mittleren Bearbeitungsbereichs von 12 bis 30 mm Durchmesser und einer Tiefe, die dem 3- bis 5-Fachen des Durchmessers entspricht, gibt es eine Vielzahl von Bohrungen. Hinsichtlich Leistung, Sicherheit, Standzeit und konsistenter Bohrungsqualität weisen sie alle ein deutliches Verbesserungspotenzial auf. Typische Anwendungsgebiete sind Gewindebohrungen, Reibbohrungen, Rohrbodenbohrungen in Wärmetauschern sowie besonders genaue oder tiefe Bohrungen. Aufgrund des Toleranzbereichs, der bei IT9 bis IT10 liegt, sind dort präzise Bohrwerkzeuge erforderlich.
Ein derart breites Anwendungsfeld und so enge Toleranzgrenzen stellen hohe Anforderungen an die Qualität und Leistungsfähigkeit des Werkzeugs. Bis zur Entwicklung der neuen Lösung durch Sandvik Coromant stieß die Wechselkopfbohrer-Technik dabei an ihre Grenzen.
Optimierungspotenzial gab es vor allem bei der minimalen und maximalen Größe der Bohrköpfe, beim Werkzeughandling und bei der Zerspanungsleistung. Verbesserungen waren darüber hinaus bei der Festigkeit und Stabilität der Schnittstelle, bei der Erzielung eines glatten Schnitts sowie beim Arbeiten mit höheren Schnittdaten nötig. Auch die Benutzerfreundlichkeit bei Anwendung und Wechsel des Bohrkopfes waren ein ebenso wichtiges Ziel bei der Weiterentwicklung wie eine effiziente Spanabfuhr, eine gleichmäßige Bohrungsqualität und die Zuverlässigkeit des Bohrers im Produktionsprozess.
Wechselkopfbohrer müssen Oberflächengüte von bis zu Ra = 2,5 µm aufweisen
Wechselkopfbohrer müssen zudem sicherstellen, dass die Bohrungen innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereichs liegen und, je nach Anwendung, eine Oberflächengüte von bis zu Ra = 2,5 µm aufweisen. In manchen Fällen sind auch große Bohrtiefen sowie mittlere und kurze Bohrerlängen gefragt. Darüber hinaus müssen die Werkzeuge eine erhöhte Stabilität sowie abgestufte und Fasenbohrungen ermöglichen. Auch hohe Vorschubgeschwindigkeiten sowie lange und konstante Standzeiten dürfen kein Problem sein. Um eine effiziente Bearbeitung zu gewährleisten, müssen sich die Bohrköpfe zudem leicht, schnell und direkt in der Maschine wechseln lassen.
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