Zerspanungswerkzeuge Wechselkopfwerkzeuge bieten ein hohes Maß an Flexibilität beim Zerspanen

Autor / Redakteur: Johannes Grotz / Rüdiger Kroh

Werkzeuge mit Vollhartmetall-Wechselkopf gibt es zum Fräsen, Bohren, Reiben und Drehen. Mit entsprechenden Geometrien werden sie im klassischen Werkzeug- und Formenbau ebenso eingesetzt wie in der Turbinenfertigung. Weil sich die Grundhalter über definierte Schnittstellen mit unterschiedlichen Köpfen ausstatten lassen, bieten die Werkzeugsysteme ein hohes Maß an Flexibilität.

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Dr.-Ing. Matthias Luik, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH, bringt den Nutzen von Wechselkopfwerkzeugen auf den Punkt: „Hinsichtlich Substrat, Beschichtung und Geometrie können die Köpfe optimal an die jeweilige Bearbeitungsaufgabe angepasst werden.“

Für verschiedene Einsatzzwecke wird also nur ein an die Maschinenschnittstelle angepasster Halter benötigt. „Kurze Wechselzeiten der Köpfe, wenn möglich ohne neues Einmessen, machen diese Art von Werkzeugen für mittlere bis große Losgrößen interessant. Ebenso interessant ist die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe“, sagt Luik.

Mehr Schnittstellen

Prozessvorteile sieht auch Dr. Markus Groppe, Produktmanager Fräswerkzeuge bei der Sandvik Tooling Deutschland GmbH – Geschäftsbereich Coromant: „Im Werkzeug- und Formenbau wird das verschlissene Werkzeug direkt an der Maschine getauscht und ohne erneutes Vermessen wird weitergearbeitet.“ Auch in der Serienfertigung könne mithilfe von Wechselköpfen der komplette logistische Aufwand – vom Handling übers Einschrumpfen, Vermessen bis zur erneuten Datenübergabe – umgangen werden, betont Groppe.

Verglichen mit Monowerkzeugen besitzen Wechselkopfwerkzeuge eine Schnittstelle mehr. Um die dadurch entstehenden Einschränkungen möglichst gering zu halten, achten die Hersteller von Wechselkopfsystemen auf eine hohe Genauigkeit der Schnittstelle und auf stabile Grundhalter.

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