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Dieser Tatsache ist es zuzuschreiben, dass dieses Verfahren unter verschiedenen Bezeichnungen am Markt bekannt ist, zum Beispiel Strömungsschleifen, Druckfließläppen, Extrusionshonen oder Hubschleifen mit viskosen Medien. Auch diesbezüglich kann eine CFD-Simulation zur Klärung beitragen. Denn mit bekannten rheologischen Kenngrößen des Mediums lassen sich im mikroskopischen Bereich Randbedingungen testen, die einzelne Schleifkörner zu „ritzendem“ oder „rollendem“ Verhalten an Bauteiloberflächen anregen (Bild 4).
Kantenpräparation an Zerspanwerkzeugen im Fokus der Wissenschaft
Ein Forschungszweig mit zunehmendem wirtschaftlichen Interesse stellt die Kantenpräparation an Zerspanwerkzeugen in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Es konnte gezeigt werden, dass die gezielte Verrundung von Werkzeugkanten eine vier- bis achtfache Erhöhung der Standzeit ermöglicht. Auch bei der Präparation von Schneidkanten bietet das Strömungsschleifen aufgrund des flexiblen Werkzeugs ein großes Anwendungspotenzial.
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb stellt auf der Grindtec 2010 aus
In umfangreichen technischen Untersuchungen werden Mechanismen der Oberflächenentstehung und Kantenausprägung, Ausbildung der Topografie sowie die Änderung der chemischen Zusammensetzung an hochharten Werkstoffen wie Hartmetallen, Keramiken und Nickel-Basis-Legierungen erforscht (Bild 5).
Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin wird auf der Fachmesse Grindtec 2010 (Halle 5, Stand 548) Innovationen zur schleifenden Bearbeitung vorstellen. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin, präsentiert es eine Reihe von Innovationen: zum Beispiel eine hochflexible, automatisierte Roboterzelle zum Entgraten komplexer Konturen sowie zur Reparatur von Turbinen- und Triebwerkskomponenten, Prozesse zur Schneidkantenpräparation, Anwendung und Herstellung vollkeramischer Fräswerkzeuge sowie innovativer Hochleistungsschleifbänder.
Außerdem werden Ergebnisse aus aktuellen Forschungsschwerpunkten zum HSG/HPG auf Plan-, Profil- und Rundschleifmaschinen vorgestellt.
Dipl.-Ing. Vanja Mihotovic ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin. Prof. Dr. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann ist Leiter des Fachgebiets Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik am IWF sowie Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) in Berlin.
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