Urheberrecht Weitergabe von Informationen am Arbeitsplatz kann teuer werden

Autor / Redakteur: Jörg Weizendörfer / Claudia Otto

Ein Mitarbeiter schickt einem Kollegen einen interessanten Artikel. Eine Szene, wie sie jeden Tag in Unternehmen passiert. Kein Problem? Möglicherweise doch! Speziell, wenn es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt. Eine Lizenz, welche die Rechte sämtlicher relevanten Verlage abdeckt, schafft Abhilfe.

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Die Weitergabe von Online- oder Druckwerken ohne Rücksicht auf eventuelle Urheberrechte kann schnell zu Schadensersatzforderungen in signifikanter Höhe führen.
Die Weitergabe von Online- oder Druckwerken ohne Rücksicht auf eventuelle Urheberrechte kann schnell zu Schadensersatzforderungen in signifikanter Höhe führen.
(Bild: Pavel Ignatov - Fotolia.com)

Das Know-how der eigenen Mitarbeiter ist das wertvollste Gut eines Unternehmens. Damit dieses stetig wächst, ist der Wissensaustausch von zentraler Bedeutung. Gerade in der Fertigungsindustrie ist die enge Zusammenarbeit von Spezialisten und die kollaborative Nutzung von Informationen eine Grundbedingung für den Erfolg von Projekten, besispielsweise in Bereichen wie der Produktvorentwicklung. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Fortbildung jedes einzelnen Mitarbeiters.

E-Mail macht Weitergabe von Fachartikeln deutlich einfacher

In der Alltagsarbeit geschieht dies meist über Fachartikel in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Dabei werden Artikel über Abteilungen hinweg geteilt, was von Unternehmen auch gefördert wird, sichert das Wissen doch den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. In den letzten Jahrzehnten ist die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern auch in und mit den nationalen und internationalen Niederlassungen gestiegen. Der Austausch geschieht hauptsächlich digital – kein Wunder, denn im Internetzeitalter sind Inhalte jeglicher Art weltweit frei verfügbar und können einfach auf Knopfdruck weitergegeben werden.

Dabei ist E-Mail das bevorzugte Tool. Wie eine Studie der Marktforschungsfirma Outsell zeigt, nutzen 80 % der befragten Angestellten E-Mails für den Austausch von Dokumenten oder Links. 48 % davon kopieren Inhalte direkt in die E-Mail. Über möglicherweise geschützte Inhalte macht sich dabei lediglich knapp die Hälfte Gedanken – gerade mal 47 %.

Urheberrechte sind den meisten Nutzern nicht bewusst

Die überwiegende Mehrheit glaubt, dass kostenlos zugängliche Online- oder Druckwerke ohne Rücksicht auf eventuelle Urheberrechte weitergegeben werden dürfen. Schnell kann es an dieser Stelle zu Schadensersatzforderungen in signifikanter Höhe kommen. Wer auf der sicheren Seite sein will, muss von jedem Verlag für jeden Artikel eine Lizenz anfordern, die zur Nutzung und zum Weiterleiten eines Beitrags berechtigt – ein mühsames und kostenintensives Unterfangen.

Abhilfe schafft eine jährliche Lizenz, welche relevante Nutzungsrechte abdeckt, im Idealfall weltweit und für eine Vielzahl von Quellen. Bei der Wahl einer solchen Lizenz sollten Unternehmen genau darauf achten, welche Rechte damit abgegolten sind: Dürfen Inhalte unbegrenzt geteilt werden oder sind dann zusätzliche Lizenzen nötig? Gibt es länderspezifische Vorgaben? Oder Einschränkungen für das digitale Speichern? Eine multinationale Lizenz wie die VG-Wort-Digital-Copyright-Lizenz umfasst weltweit die Verwertungsrechte für Millionen von Quellen. Rights Direct bietet als Dienstleister der VG Wort die Rechte von mehr als 400.000 deutschen und internationalen Rechteinhabern aus einer Hand an. Deutsche Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften im Ausland sind so sicher vor Urheberrechtsverletzungen, halten jederzeit ihre Unternehmensrichtlinien ein und Mitarbeiter können problemlos urheberrechtlich geschützte Inhalte tauschen – sei es via E-Mail, im Intranet, über Wikis oder auf Unternehmensportalen.

* Jörg Weizendörfer ist Business Development Director bei Rights Direct in 80331 München

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