Trumpf

Weltneuheit: Ein Nibbler für Faserverbundwerkstoffe!

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Auch ohne Schablone exakt und günstiger schneiden

Das, wie es heißt, einfach zu bedienende Trutool FCN 250 schneidet mit einer relativ hohen Arbeitsgeschwindigkeit von 1,9 m/min. Es biete freie Sicht auf die Arbeitsfläche und ermögliche so es, an einem Anriss entlang ebenso exakte Trennschnitte auszuführen, wie es mit einer Schablone gelinge – egal ob bei geradem Schnittverlauf oder in engen Radien. Zusätzlich, betont Trumpf, lässt sich der Werkzeugträger der Maschine um 360° drehen, was das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen erleichtert.

Als weiteren Vorteil des Trutool FCN 250 bezeichnet Trumpf die hohen Standzeiten der Verbrauchsteile, die dank einer speziellen Beschichtung erreicht werden. Anwender könnten beispielsweise rund 300 m GFK oder CFK mit 2 mm Materialstärke trennen, ehe die Matrize ausgetauscht werden muss. Für den Stempel veranschlagt der Hersteller etwa 150 m. Bei dünnerem Material erhöht sich die Standzeit nochmals deutlich. Deshalb sind die Kosten pro Meter im Vergleich zu anderen Trennverfahren um bis zu 50 % niedriger. Ist ein Stempelwechsel nötig, funktioniert das einfach und ohne zusätzliche Hilfsmittel.

Ab Frühsommer 2018 können Composites genibbelt werden

Stefan Anshelm ergänzt: „Wie bei unseren Dünnblech-Nibblern lässt sich auch der Stempel bei dem Faserverbundwerkstoff-Nibbler innerhalb weniger Sekunden austauschen.“ Erfahrungen mit unzähligen Nibblern im Blecheinsatz hätten zudem gezeigt, dass Anwender mit diesen Werkzeugen lange und ermüdungsfrei arbeiten könnten. Vor allem der kompakte und ergonomische Aufbau sowie das Arbeiten ohne Vorschubkraft sind laut Hersteller die entscheidenden Ursachen für diesen Pluspunkt. Außerdem haben die Entwickler von Trumpf, wie es heißt, die Gewichtsverteilung zwischen Getriebekopf und Motor so optimieren können, dass das Werkzeug so gut wie es möglich ist in der Hand liegt.

Das Trutool FCN 250 ist laut Trumpf-Informationen ab dem Frühsommer 2018 am Markt verfügbar und trennt carbonfaserverstärkte (CFK), glasfaserverstärkte (GFK) und aramidfaserverstärkte Kunststoffe (AFK) sowohl mit duroplastischem Matrixsyste, als auch in Thermoplast gebettet. Um dies zu ermöglichen, hat Trumpf laut Aussage von Stefan Anshelm, dem Leiter Vertrieb Elektrowerkzeuge International, unter anderem die Schneidgeometrie und die Schneidwerkzeuge auf das neue Material hin angepasst. Anshelm: „Es ist uns gelungen, die Technologie Nibbeln aus dem Bereich der Metallbearbeitung für Faserverbundwerkstoffe zu adaptieren.“ Die Maschine ließe sich in allen Branchen einsetzen, in denen Leichtbauteile mit dem zukunftsweisenden Werkstoff hergestellt würden – von der Luft- und Raumfahrt über den Fahrzeug- und Prototypenbau bis hin zu Herstellern von Sport- und Freizeitgeräten.

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