Bohrbearbeitung Wendeplattenbohrer bis 5 × D steigert Schnitt- und Vorschubwerte um 20%

Autor / Redakteur: Marten Veenendaal / Rüdiger Kroh

Beim Wendeplattenbohren sportlich hochzuschalten war die Intention, mit der Komet den KUB-Pentron entwickelt hat. Leistungswerte, die bisher mit vergleichbaren Werkzeugen bis maximal 3 × D erreichbar waren, fährt der Bohrer durchgängig bis 5 × D. Und im Standzeitvergleich hat er sogar schon Wechselkopfbohrer überholt.

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Auf der Rennstrecke ist Spurstabilität bis zur Höchstgeschwindigkeit gefordert. Auch beim Bohren ist es die Abdrängung, sprich das Aus-der-Spur-Driften, was der Leistungsfähigkeit für gewöhnlich Grenzen setzt. Komet hat den KUB-Pentron-Bohrer zuerst für Längen-Durchmesser-Verhältnisse von 5 × D konzipiert. Mit den daraus entstandenen 4- und 3-×-D-Versionen können Anwender ein durchgängiges Werkzeugkonzept mit Durchmessern von 14 bis 44 mm nutzen.

Seine Leistungsfähigkeit erhält der Bohrer aus einem neu gestalteten Grundkörper und gezielt darauf abgestimmten Wendeschneidplatten. Die FEM-berechnete Werkzeugkörperkonstruktion vereint Schlüsselmerkmale, wie erzielbare Genauigkeiten, Leistungsparameter und große Bohrtiefen, in einem Werkzeug. Auch zum Herstellen der Grundkörper geht das Besigheimer Unternehmen neue fertigungs- und verfahrenstechnische Wege. Einen wesentlichen Beitrag zur hohen Leistung und Lebensdauer des Grundkörpers liefert die spezielle Oberflächenbehandlung. Sie optimiert die Spanförderung und verhindert das Aufbacken von Spänen. Die drei Grundhalter-Varianten für 3 × D, 4 × D und 5 × D gibt es mit Zylinderschaft und ABS-Schnittstelle.

Vier Schneidkanten sorgen für lange Standzeit

Gezielt auf die Anforderungen unter schwierigen Bohrbedingungen und passend zum Grundkörper wurden gleichfalls die quadratischen Wendeschneidplatten hinsichtlich Topografie, Schneidengeometrie und Anlageflächen entwickelt. Die Innen- und Außen-Wendeschneidplatten sind identisch, was die Logistik vereinfacht und die Gefahr von Verwechslungen ausschließt. Dennoch lässt sich, quasi im Feintuning, auf besondere applikationsspezifische Gegebenheiten reagieren, indem etwa unterschiedliche Schneidstoffe eingesetzt werden.

Vier voll nutzbare Schneidkanten aus Hochleistungs-Substraten und abgestimmten Beschichtungen gewährleisten maximale Standzeiten. Von der Allroundgeometrie über weichschneidende bis hin zur so genannten Spanbrechergeometrie stehen Wendeschneidplatten für unterschiedliche Materialien zur Verfügung.

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