Roboterzelle

Wendeschneidplatten automatisiert herstellen

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Flachpaletten dienen als Transportmittel

Für die folgenden Bearbeitungsprozesse wie das Planschleifen, Umfangschleifen, Kantenverrunden oder das Bürsten ist es erforderlich, die Teile nach dem Sintern von der Sinterplatte in eine Flachpalette umzuladen. Diese dient als Transportmittel für die nachfolgenden Fertigungsschritte.

Das automatische Umladen der Teile von der Sinterplatte in die Flachpalette erfolgt durch einen Scara-Roboter. Um entsprechend hohe Stückzahlen zu erzielen, ist der Roboter mit einem Mehrfachgreifer ausgerüstet, der gleichzeitig mehrere Teile handhaben kann (Bild 2). Die Lageerkennung der Teile auf der Sinterplatte erfolgt durch ein Visionsystem.

Das Beladen der Prozessmaschinen mit den jeweiligen Teilen muss in vielen Fällen sehr genau erfolgen. Bei Teilen, die beidseitig bearbeitet werden, ist es oftmals erforderlich, dass diese Teile nach dem ersten Bearbeitungsvorgang aus der Prozessmaschine entnommen, gewendet und danach erneut in die Maschine eingelegt werden. Das Wenden wird durch eine integrierte Wendestation realisiert. Das Be- und Entladen erfolgt ebenfalls durch einen Mehrfachgreifer. Betrachtet man die Vielzahl der unterschiedlichen Geometrien und Abmessungen der Teile, stellt man sehr schnell fest, dass es nicht für jedes Teil eine eigene Palette geben kann.

Die Teile liegen aufgrund dessen lose in den jeweiligen Nestern der Palette (Bild 3). Um das genaue Aufnehmen der Teile aus der Palette zu gewährleisten, erfolgt die Lageerkennung der Teile generell durch Visionsysteme, die mit einer entsprechenden Beleuchtungstechnik ausgerüstet sind. Je nach Ausführung wird entweder im Durchlicht- oder im Auflichtverfahren gearbeitet.

Beim nächsten Prozessschritt werden die einzelnen Teile nach dem PVD- oder CVD-Verfahren beschichtet. Dabei steht eine hohe Anlagenleistung im Vordergrund. Beim PVD-Prozess werden die Teile auf Beschichtungsspeere aufgefädelt, beim CVD-Prozess auf Beschichtungsträger aufgelegt.

Prinzipiell werden beim PVD-Prozess zwei Ablagemuster auf den Speeren realisiert: Single loading oder Back to back loading. Bei der Single-Beladung wird in der Regel zwischen den einzelnen Teilen eine Distanzhülse aufgefädelt. Bei der Back-to-Back-Beladung werden zwei Teile direkt Rücken an Rücken aufgefädelt, erst danach wird eine Distanzhülse auf den Speer aufgefädelt. Beim CVD-Prozess werden die Teile direkt auf so genannten Beschichtungsträgern auf entsprechende Distanzstücke abgelegt. Im besten Falle sind diese Distanzstücke bereits fest auf den Trägern aufgebracht, oftmals werden die Distanzstücke auch lose über Vibrationswendelförderer der Automation zugeführt.

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